„Sprungbrett” gibt Garten- und Landschaftsbau an Aachener Wabe

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Die Städteregion bündelt ihre Aktivitäten in Sachen Beschäftigungsinitiativen neu. Das bedeutet für die 1994 gegründete bisherige gemeinnützige Kreisgesellschaft Sprungbrett geänderte Arbeitsbedingungen.

Zuletzt im Gebäudekomplex des ehemaligen Nadelunternehmens Torrington an der Krefelder Straße in Würselen untergebracht, hat Sprungbrett inzwischen ihren Standort und die Geschäftsführung gewechselt.

Nachfolger des bisherigen Chefs Thomas König ist Dr. Axel Thomas, der auch die Geschäfte der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des früheren Kreises Aachen und dessen Gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaft (GWG) führt. Am WFG/GWG-Sitz in Würselen, Mauerfeldchen, ist nun auch Sprungbrett zu finden. Die Beschäftigungsinitiative kümmert sich insbesondere um benachteiligte junge Leute und Erwachsene, die keine Ausbildung haben und schon lange arbeitslos sind. Ziel ist es, sie möglichst in neuen, dauerhaften Jobs unterzubringen.

Trennen wird sich die Gesellschaft von ihrer Abteilung Garten- und Landschaftsbau, da hier keine auskömmlichen Erträge mehr erwirtschaftet werden konnten. Detlef Funken, Sprecher der Städteregion, nannte dies auf Anfrage ein „Herunterfahren der operativen Aktivitäten”. Die „erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten” von Sprungbrett, so ein Kenner, hätten die neuen konzeptionellen Überlegungen beschleunigt.

Der GaLa-Bau, wie die Abteilung intern genannt wird, soll mit den bisherigen Mitarbeitern an den eingetragenen Verein Wabe in Aachen abgegeben werden. Für eine Übergangszeit kümmert sich Sprungbrett noch um laufende Projekte im Bereich „Schule und Beruf”. Zudem, fügte Funken an, werde geprüft, die verbliebenen Projektbereiche „auf andere kommunale oder karitative Beschäftigungsträger samt der eingeworbenen Fördermittel zu übertragen”. Die Reduzierung der Aufgabe sei „ohne Kündigungen sozialverträglich umgesetzt” worden.

Das Gebäude, in dem außer Sprungbrett weitere Firmen untergebracht waren, ist inzwischen komplett freigezogen worden. Auf Kosten der WFG wird es abgerissen. Würselens Stadtentwicklungsgesellschaft (SEW) ist jetzt Besitzer des 14.500 Quadratmeter großen Geländes. Dort soll, so SEW-Geschäftsführer Manfred Zitzen auf Nachfrage, wieder neues Gewerbe angesiedelt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert