Städteregion - Sportförderung: RSB übernimmt Verantwortung im Altkreis

Sportförderung: RSB übernimmt Verantwortung im Altkreis

Von: gro
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Besiegelten in Anwesenheit von Mitarbeitern beider Seiten nun auch offiziell die Übernahme der Sportförderung durch den Regiosportbund (RSB): Städteregionsrat Helmut Etschenberg (vorne Mitte) und RSB-Präsident Klaus Offergeld (vorne links). Foto: Städteregion

Städteregion. In der Praxis galt die Regelung bereits seit dem 1. Januar, nun haben die Städteregion und der Regiosportbund Aachen (RSB) auch offiziell die Sportförderung im Altkreis auf eine neue Basis gestellt.

Zunächst für vier Jahre, so sieht es die von Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Regiosportbund-Präsident Klaus Offergeld unterzeichnete Vereinbarung vor, übernimmt der RSB die Antragsverwaltung und die Auszahlung der Sportfördermittel. Damit wird Punkt 22 aus dem von Etschenberg im Sommer 2016 vorgelegten Strukturkonzept ab sofort umgesetzt.

„Der Sport befindet sich genau wie andere Bereiche im gesellschaftlichen Wandel. Durch unsere Partnerschaft schaffen wir zukunftsfähige Strukturen für die Fördermöglichkeiten, aber auch die Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen“, sagte Etschenberg bei der Kooperationsunterzeichnung und ergänzte: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Klaus Offergeld betonte derweil, dass es „ein wichtiges Zeichen auf dem Weg ist, dass sich der Sport in der Region nun besser selbst organisieren kann“.

119.500 Euro pro Jahr

Dieses Argument dürfte dann auch schwerer wiegen als die geringfügigen Einsparungen im Personalbereich (jährlich 2300 Euro), die die Städteregion durch die neue Zusammenarbeit erzielen wird. Auch die Höhe der Gesamtförderung ändert sich nicht wesentlich. Statt der bisher 122 500 Euro stehen in den kommenden Jahren jeweils 119 500 Euro zur Verfügung. Allerdings muss der Regiosportbund mit dieser Summe auch den personellen Mehraufwand abdecken, der sich durch die Übernahme der bislang von der Verwaltung erledigten Aufgaben ergibt. Der RSB hat hierfür 6900 Euro veranschlagt.

Einher geht die Kompetenzverlagerung mit der Einführung neuer Förderrichtlinien. Sie sehen vor, dass auch weiterhin eine Pro-Kopf-Pauschale für jugendliche Vereinsmitglieder sowie Zuschüsse für die Anschaffung von Sportgeräten und Geräten für die Vereinsarbeit gezahlt werden.

Allerdings werden die Mittel reduziert – auf 2,25 statt 2,75 Euro pro Jugendlichem und 26.000 statt 45.500 Euro für Material –, um Spielraum für neue Tätigkeitsfelder zu schaffen. Diese sind die verstärkte Förderung von Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Übungsleiter, die Talentförderung für Jugendliche, die bei überregionalen Wettkämpfen starten, Stipendien für das „junge Ehrenamt“ sowie der sogenannte Experimentierbereich, in dem neben Kooperationen und Fusionen auch „zukunftsweisende Projekte“ gewürdigt und finanziell unterstützt werden sollen.

Die Sportförderung war bisher im städteregionalen Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung angesiedelt. Dass dies nun nicht mehr der Fall ist, löst bei Adolf Mainz keine Wehmut aus. Im Gegenteil: „Die Sportförderung liegt uns sehr am Herzen. Angesichts der vorhandenen Ressourcen war die neue Vereinbarung der absolut richtige Schritt“, zeigt sich der Amtsleiter überzeugt.

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