Sportbund braucht bald neuen Vorstand

Von: Udo Kals
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Aachen. Der nächste Knall beim Kreissportbund (KSB) Aachen: Mit der Vorsitzenden Karin Gruner, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Kreutz und Geschäftsführer Oliver Greven ziehen drei Mitglieder des fünfköpfigen geschäftsführenden KSB-Vorstands die Reißleine und werden zur nächsten Mitgliederversammlung zurücktreten.

Dies haben die drei Vorständler bei der jüngsten Vorstandssitzung erklärt. Dabei liegt es nahe, dass dieser Schritt im Zusammenhang mit den umstrittenen Mitgliedsbeiträgen steht, mit denen der Kreissportbund vor allem in den vergangenen Wochen für großen Unmut unter den Vereinen gesorgt hatte.

Hatte sich die Mitgliederversammlung als oberstes KSB-Organ im April noch mit deutlicher Mehrheit gegen die Einführung von Beiträgen ausgesprochen, erging im November ein Schreiben an die rund 400 Sportvereine mit ihren rund 80.000 Mitgliedern, dass zum 1. Januar 2010 ein Jahresbeitrag in Höhe von 20 Euro pro Verein und 20 Cent pro Mitglied erhoben werde. Nach geharnischten Protesten der Basis zog der Vorstand das Schreiben zurück, um auf einer kommenden Mitgliederversammlung im Frühjahr das umstrittene Thema erneut zu diskutieren.

Seit vier Jahren an der Spitze

Ob es dazu kommen wird, wird sich zeigen. Zunächst werden bei dem Treffen diverse Personalien im Vordergrund stehen. Gilt es doch, für die erst im April für drei Jahre gewählten Gruner, Greven und Kreutz Nachfolger zu finden. Wurden der Geschäftsführer und der stellvertretende Vorsitzende vor rund acht Monaten bei der Mitgliederversammlung in Herzogenrath erstmalig in den KSB-Vorstand gewählt, lenkt Gruner die Geschicke des Verbands seit knapp vier Jahren. In für den KSB unter anderem wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten rauen Zeiten hatte sie im November 2005 das Steuer übernommen - einstimmig und als erste Frau in ganz Nordrhein-Westfalen war sie dazu bestimmt worden. Und mit einem ehrgeizigen Zehn-Punkte-Plan wollte die Würselenerin den Verband in die Zukunft führen: von der koordinierenden kommunalpolitischen Funktion des KSB als Dienstleister der Sportverbände bis hin zur Einrichtung einer hauptamtlich geführten KSB-Geschäftsstelle. Bereits damals betonte sie: „Qualität hat ihren Preis.” Und den wollen die Vereine zumindest über Beiträge offensichtlich nicht zahlen.

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