SPD macht sich Mut für den Wahlkampf

Von: Jutta Geese
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Städteregion. Deftige Kost und deftige Reden gibt es üblicherweise, wenn Parteien zum politischen Aschermittwoch bitten. Ersteres wurde den Sozialdemokraten aus dem Altkreis im Foyer der Stadthalle Alsdorf auch geboten, nach den Reden gab es für die 110 Gäste wahlweise Fisch oder Schnitzel. Wer jedoch auf deftige Reden gehofft hatte – immerhin ist 2014 ein Wahljahr mit Kommunal- und Europawahlen am 25. Mai –, dürfte enttäuscht worden sein.

Hauptziel des Abends war laut Vize-Parteichefin und Landtagsabgeordneter Eva-Maria Voigt-Küppers, „uns gegenseitig Mut zu machen“ für den bevorstehenden Wahlkampf. „2010, als wir uns hier unseren ersten Mal zum poilitischen Aschermittwoch getroffen haben, hatte uns niemand zugetraut, dass wir wieder stärkste Kraft in Nordrhein-Westfalen werden. Aber damals, mit Hannelore Kraft an der Spitze, ging ein Ruck durch die Partei“, rief Voigt-Küppers in Erinnerung.

„Und jetzt haben wir wieder eine Frau an der Spitze, die in der Städteregion einen solchen Ruck bewirken kann.“ Wie Hannelore Kraft vertrete Christiane Karl, die für die SPD um das Amt der Städteregionsrätin kämpft, die kleinen Leute, kümmere sich um ihre Sorgen und Nöte. „Und immer dann, wenn sich die SPD darauf besonnen hat, Kümmerer zu sein, immer dann waren wir stark“, betonte Voigt-Küppers und rief den Genossinnen und Genossen zu: „Wir haben die besseren Themen, die besseren Argumente und die besseren Leute. Deshalb: Geht auf die Straße! Es ist Wahlkampf.“

Mit welchen Themen die Sozialdemokraten beim Wahlvolk punkten will, umriss Spitzenkandidatin Christiane Karl: „Die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch unser Programm, das wir in einem offenen Prozess mit Bürgern erarbeitet haben. Alle anderen Themen hängen mit der Frage zusammen, wie wir es schaffen, dass die Menschen ihren Lebensunterhalt mit guter Arbeit selbst sicherstellen können.“

Bildung sei da ein Stichwort. Natürlich gehe es auch um die Wasser- und Energieversorgung in der Städteregion, um ein gutes Verkehrskonzept , um interkomunale Gewerbegebiete oder darum, „endlich das Kompetenzgerangel zwischen der Stadt Aachen und der Städteregion zu beenden“. Schwarz-Grün habe in den vergangenen fünf Jahren wenig zustande gebracht. „Es ist an der Zeit, die Mehrheitsverhältnisse zu ändern. Deshalb: Jetzt heißt es: Runter vom Sofa, raus auf die Straße, ran an die Leute. Wir müssen jeden Einzelnen überzeugen, dass wir besser und sozialer sind als die anderen.“

Ins selbe Horn stieß Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders. Er erinnerte daran, dass es die SPD gewesen sei, die den Strukturwandel in der Region nach dem Ende des Steinkohlebergbaus auf den Weg gebracht habe. „Wir leben in einer Region, die lebt. Und das soll auch so bleiben. Was uns fehlt, ist eine Koordination der Wirtschaftsförderung – auch wieder mit Blick auf Industrie. Da muss man sich mit Weitblick aufstellen.“ Dafür stehe die SPD. Eindringlich mahnte er, sich nicht wegzuducken und auch mal unangenehme Entscheidungen zu treffen, so wie die SPD in Alsdorf. „Und ich bin überzeugt davon, dass die Menschen sehr gut einzuordnen wissen, wer was auf den Weg gebracht hat.“

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