Städteregion - Schultheatertage der Städteregion eröffnen

Schultheatertage der Städteregion eröffnen

Von: Carolin Cremer-Kruff
Letzte Aktualisierung:
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Eröffnung: Dr. Jochen Link (links, Kulturdezernent Bezirksregierung Köln), Susanne Schwier (Beigeordnete der Stadt Aachen) und Markus Terodde (Bildungsdezernent der Städteregion) durchschnitten das Band. Foto: Andreas Herrmann
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Textsicher in tollen Kostümen: Die Viertklässler der Annaschule begeisterten mit ihrer „Werkstatt der Schmetterlinge“. Foto: Andreas Herrmann

Städteregion. Den Tag zur Nacht machen, in der Insektenwerkstatt arbeiten, in eine andere Rolle schlüpfen – einfach mal der Star im Scheinwerferlicht sein. Für mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen und Schulformen aus 56 Schulen wird dieser Traum in den nächsten Wochen wahr.

Denn bereits zum neunten Mal finden die Schultheatertage in der Städteregion und im Kreis Düren statt, in dessen Rahmen die jungen Schauspieler ihre selbst erarbeiteten Produktionen auf die Bühne bringen. Diese haben sie oft in monatelanger Arbeit mit Lehrern und professionellen Theaterleuten wie Theaterpädagogen, Schauspielern, Regisseuren, Kostüm- und Bühnenbildnern sowie Tänzern einstudiert.

Am Montagvormittag ging endlich der Vorhang auf – bei der traditionellen Eröffnungsveranstaltung im Theater Aachen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck schnitten Dr. Jochen Link, Kulturdezernent bei der Bezirksregierung Köln, Susanne Schwier, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport der Stadt Aachen, sowie Markus Terodde, Dezernent für Bildung, Jugend und regionale Entwicklung der Städteregion, gemeinsam das rote Band durch. Anschließend war der Weg zu den Kammerspielen freigegeben, die Bühne gehörte den Kindern und Jugendlichen.

Mit gleich zwei Aufführungen wurde der erste Theatertag bestritten. Die Kleebachschule aus Aachen setzte zu Beginn mit ihrem Schwarzlichttheater unter dem Motto „Adaption von Charthits“ jede Menge farbige Akzente. Bei ihrer fetzigen Performance zu dem Song „Don’t Worry – Let’s Party!!!“ sorgten zwei bunt gekleidete Tänzerinnen, singende Münder, Trompeten und vieles mehr für ein witziges Bühnenbild.

Bei „Get Lucky“ kam noch mehr Stimmung im voll besetzten Zuschauerraum auf, denn hier konnte jeder mitmachen. Zuvor wurden Bewegungen wie „Fenster putzen“, „Scheibenwischer“ und „Ich grüß den Club“ einstudiert, die anschließend von allen zusammen performt wurden. So tanzten für ein paar Minuten die ganzen Kammerspiele.

Bereits seit 18 Jahren wird an der Förderschule Schwarzlichttheater gespielt. Die aktuelle Truppe hatte bereits Auftritte bei den Schultheatertagen in Bielefeld und auf der Carnevale. „Trotzdem waren wir natürlich alle sehr nervös“, gibt Lisa Geisenheiner (17) nach dem zehnminütigen Auftritt zu.

Nach einer Pause zeigte die Aachener evangelische Grundschule Annaschule ihr Können mit dem Theaterstück „Werkstatt der Schmetterlinge“. Die Viertklässler präsentierten sich nicht nur als talentiertes und sehr textsicheres Ensemble, sondern begeisterten insbesondere mit ihren phantasievollen Kostümen.

„Die Kinder haben das ganz spitze gemacht. Seit Ende Oktober haben wir geprobt, nun wollten sie auch endlich die Bühne erobern“, freut sich Erzieherin Jessica Grüther-Schusdziara, die die Gruppe von Beginn an betreut hat. Zum Schluss gab es für alle Nachwuchskünstler nicht nur tosenden Applaus, sondern auch jeweils eine Urkunde und Gummibärchen.

Die Schultheatertage der Städteregion Aachen finden alle zwei Jahre für Grundschulen und weiterführende Schulen statt. Verantwortlich für das Projekt sind das städteregionale Bildungsbüro, das Schulamt für die Städteregion, der Kreis Düren sowie die Aachener Kultur- und Theaterinitiative AKuT.

60 verschiedene Inszenierungen

Noch bis zum 1. Juli werden in unterschiedlichen Spielstätten wie dem Theater Aachen, dem Grenzlandtheater in Aachen, dem Aachener Das Da Theater, dem Alsdorfer Energeticon oder dem Dürener Schloss Burgau Aufführungen gezeigt. Vom Kindermusical „Das Dschungelbuch“ über die Eigenproduktion „Kleiner Prinz auf neuen Wegen“ bis William Shakespeares „Macbeth“ sind knapp 60 verschiedene Inszenierungen dabei, die alle öffentlich sind und besucht werden können.

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