Radarfallen Bltzen Freisteller

Schüler mit Migrationshintergrund legen Prüfung ab

Letzte Aktualisierung:

Städteregion. Sie sind auf völlig unterschiedlichen Wegen in die Region gekommen, nicht wenige von ihnen als Flüchtlinge auf teils abenteuerliche Weise.

Doch eines haben die 126 Jugendlichen, die jetzt über zwei Tage eine „Sprachfeststellungsprüfung“ abgelegt haben, gemeinsam: Sie wollen sich in den Schulalltag ihrer neuen Heimat gut integrieren und sich eine Zukunftsperspektive schaffen.

In diesem Zusammenhang erhalten die Schülerinnen und Schülern die Chance, auf freiwilliger Basis in ihrer Muttersprache bzw. der Amtssprache ihres Herkunftslandes eine Prüfung abzulegen. Im Erfolgsfall kann damit eine weitere Fremdsprache in der Schule ersetzt werden.

Geprüft wurde in zwölf Sprachen: Arabisch, Dari, Farsi, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Persisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Dabei haben, auch aufgrund der vielen Flüchtlinge, vor allem die Prüfungen in Arabisch, Darsi, Farsi, Persisch und Französisch gegenüber den Vorjahren zugenommen. „Gerade für junge Menschen mit Migrationshintergrund, die erst seit kurzem in Deutschland leben, ist es eine große Herausforderung, in einem fremden Land eine weitere neue Sprache zu lernen“, sagt Georg Frett, stellvertretender Schulamtsleiter der Städteregion. „Aus diesem Grund gibt es seit 20 Jahren die Feststellungsprüfungen.“ Diese werden dann anstelle einer Pflichtfremdsprache gewertet.

„Wir bieten den Jugendlichen ein faires Angebot“, findet Frett. „Und sie sind sehr motiviert und wissen, worum es geht.“ Diese Motivation zeigt sich auch in den Ergebnissen: Die Prüfung haben in diesem Jahr alle Jugendlichen bestanden, mehr als drei Viertel mit einem „guten“ oder sogar „sehr guten“ Ergebnis.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.