Euskirchen/Kreis Düren - Schnelles Internet als Standortfaktor

Schnelles Internet als Standortfaktor

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Stellten die Breitbandinitiative vor (v.r.): Dezernent Hans-Martin Steins (Kreis Düren), Landrat Günter Rosenke (Euskirchen), Fritz Rötting (IHK), Ulrich Schirowski (AGIT), Iris Poth und Gerd Schäfer (Kreis Euskirchen).

Euskirchen/Kreis Düren. Der Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums (zukunft-breitband.de) zeichnet ein durchweg „grünes Bild”: Die schnelle Internetverbindung sei in den Kreisen Düren und Aachen zu über 95 Prozent vorhanden, im Kreis Euskirchen immerhin noch in mehr als drei Viertel aller Gebiete.

Doch die Realität sieht anders aus. Vor allem in der Eifelregion gibt es noch große „weiße Flecken”, in Heimbach und Hürtgenwald beispielsweise, erklärt Dürens Kreisdezernent Hans-Martin Steins, aber auch in der Gemeinde Titz im Dürener Nordkreis, weiß Ulrich Schirowski von der Aachener Wirtschaftsförderungsagentur AGIT aus der Arbeit am wirtschaftlichen Leitbild des Kreises Düren.

Dabei ist die schnelle Anbindung ans Internet für viele Lebens- und Arbeitsbereiche mittlerweile unerlässlich. „Mit Blick auf den demographischen Wandel muss es unser Ziel sei, vor allem auch den ländlichen Raum als Lebens- und Arbeitsraum attraktiv zu gestalten”, umreißt Euskirchens Landrat Günter Rosenke das Ziel der gemeinsamen Breitbandinitiative der Kreise Euskirchen, Düren und Aachen. „Moderne Arbeitsplätze bedürfen nun einmal der Ausstattung mit modernen Technologien.”

Fritz Rötting von der ebenfalls mit im Boot sitzenden IHK Aachen geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sieht im Breitbandzugang zum Internet das vorrangige Ziel einer zukunftsorientierten Strukturpolitik und eine große Chance insbesondere für den Mittelstand; ob via DSL-Kabel oder regionale Funknetzwerke sei dabei zweitrangig.

Um die „weißen Flecken” möglichst schnell schließen zu können, sollen nun alle Akteure an einen Tisch. Ein erster Informationsabend findet am Montag, 19. Januar, 18 Uhr, im Kreishaus Euskirchen statt. Vertreter der namhaftesten Breitbandanbieter der Region (Telekom, Netcologne, Unity Media und Eifel-net) haben ihr Kommen zugesagt. Bürger wie Gewerbetreibende, denen bislang ein Anschluss verwehrt blieb, sollen mit den Anbietern ins Gespräch kommen. Ziel der Auftaktveranstaltung ist es, so Günter Rosenke, mit Blick auf die vorhandenen Förderprogramme gemeinsame Lösungen für eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung zu entwickeln. Um Anmeldung unter Tel.: 02251 - 15 1 13 (Gerd Schäfer) wird gebeten.

Wie groß die „weißen Flecken” im Übrigen sind, zeigen die Bedarfsmeldungen auf der IHK-Internetseite www.schnelles-internet-eifel.de. In den letzten Wochen wurden aus dem Kreis Aachen bereits 91 Fälle gemeldet, aus Euskirchen 57 und aus dem Kreis Düren 29.
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