Eschweiler - Ritzen auf Jahreshauptversammlung mehrheitlich wiedergewählt

Ritzen auf Jahreshauptversammlung mehrheitlich wiedergewählt

Von: psi
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Setzen sich für Arbeitnehmer ein: der CDA-Vorstand mit Roland Krichel (v.l.), Hans-Peter Drabent, Gudrun Ritzen, Frank Kortz, Ben Grendel und Rudolf Lennartz sowie Sabine Verheyen (MdEP). Foto: Santosi

Eschweiler. Kontuinität haben die Mitglieder des Aachener Kreisverbandes Aachen-Land der Christlich-Demokratischen Arbeiternehmerschaft bei der Jahreshauptversammlung in Eschweiler demonstriert.

Die bisherige Vorsitzende Gudrun Ritzen wurde mehrheitlich für eine weitere Amtszeit gewählt, ihre Stellvertreter heißen Hans-Peter Drabent, Ben Grendel, Roland Krichel und Frank Kortz. Schriftführer bleibt Rudolf Lennartz.

Im Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre erkannte Gudrun Ritzen die schwindenden Mehrheiten des Berliner Regierungsbündnisses vor allem als Effekt des Verhaltens des Koalitionspartners FDP. Der Wegfall des Tariftreuegesetzes zum Beispiel sei ein völlig verkehrtes Signal in Richtung der Arbeitnehmerschaft. Kein Wunder sei es, wenn sich wie zuletzt ganze Berufsgruppen wie die Polizei von der CDU missverstanden fühlten. Die Vorsitzende der Kreis-CDA bemängelte zudem, dass die Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken der Schwachen stattfinde und fügte als Zukunftsziel hinzu: „Wir müssen den Dialog mit den Gewerkschaften verbessern.”

Als Gast sprach die Aachener CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen zu den CDA-Mitgliedern. Große Sorge bereite ihr die Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Es sei nicht gerade sinnvoll, europaweit über Mindestlöhne zu diskutieren, wenn sich in einigen Neu-Mitgliedsländern keine autonomen Tarif- und Sozialpartner gegenüberstünden. Verheyen erinnerte daran, dass die EU ein freiwilliger Zusammenschluss von Staaten sei, die sich vertraglich zur Kooperation entschlossen haben.

Bezüglich Lohnniveau, Mutterschutz, Sonntagsarbeit oder der Strafgesetzgebung gegen Kinderpornographie etwa seien pauschal gültige Lösungen für alle Mitglieder noch in weiter Ferne. Allerdings scheinen sich gesellschaftliche Phänomene wie der demographische Wandel im Bewusstsein Brüssels mittlerweile manifestiert zu haben, sagte Verheyen. Das Jahr 2012 sei nämlich zum „Jahr des aktiven Alterns” erklärt worden. Auf dem Arbeitsmarkt erkennen laut Verheyen viele Unternehmer langsam, dass nur ein Mix aus Nachwuchskräften und erfahrenen älteren Mitarbeitern den Bedarf an qualifiziertem Personal decken kann.
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