Rekordbilanz bei Immobiliengesellschaft der Sparkasse Aachen

Von: Berthold Strauch
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Mit Hochdruck die Erschließung vorantreiben: Nahe dem Medizinischen Zentrum Würselen entsteht eine Wohnsiedlung. Foto: Berthold Strauch

Städteregion. Der wachsende Trend zum „Betongold“ beschert der S-Immo eine glänzende Bilanz. Die Immobiliengesellschaft der Sparkasse Aachen stellte am Mittwoch an ihrem Stammsitz in Würselen, in Sichtweite des Aachener Autobahnkreuzes, ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 vor. „Die Nachfrage ist ungebrochen“, schwärmte Franz Jansen, der gemeinsam mit Sparkassenvorstand Norbert Laufs bei der S-Immo die Geschäfte führt.

Die „unsicheren Finanzmärkte in Europa“ sorgten laut Jansen dafür, dass der absolute Marktführer in der Region nochmals eine kräftige Schüppe aufs ohnehin bereits stolze Ergebnis von 2011 draufsatteln konnte.

Im vergangenen Jahr wickelte die S-Immo ein Kaufpreisvolumen von insgesamt 122,3 Millionen Euro ab. Das sind fast 20 Prozent mehr als 2011. Die Summe verteilt sich zu 107,3 Millionen Euro auf vermittelte Objekte und 15 Millionen Euro auf verkaufte Baugrundstücke. 451 Immobilien wurden 2012 vermittelt, dazu 150 Grundstücke: Damit wurde in der Summe erstmals die Zahl von 600 Objekten überschritten; 2011 waren es noch 544, unterm Strich eine Steigerung um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Damit“, so Jansen, „können wir das dritte Jahr hintereinander mit sehr guten Ergebnissen abschließen.“

Zu den Gründen verwies der Geschäftsführer zunächst auf die „enge Zusammenarbeit mit der Sparkasse“. Außerdem habe die S-Immo natürlich von dem „allgemeinen Boom im Immobiliengeschäft“ profitiert.

Auch die „Traumkonditionen“ von etwa drei Prozent Zinsen für Immobilienkredite sorgten dafür, dass immer mehr Häuslebauer ihren Wunsch nach eigenen vier Wänden erfüllen wollten – und könnten, machte Geschäftsführer Jansen vor der Presse deutlich. Dabei, so mahnte er, dürfe aber nicht außer acht gelassen werden, dass entsprechendes Eigenkapital vorhanden sein sollte.

Um künftigen Risiken einer möglichen Zinssteigerung aus dem Wege zu gehen, empfahl Jansen den Bauherren und Immobilienbesitzern, die sonst übliche Tilgungsrate von einem Prozent auf vier bis fünf Prozent zu steigern, so dass sie eher von ihren Schulden runterkommen könnten.

Allerdings brauche niemand „Torschlusspanik“ zu bekommen aus lauter Angst, dass die Kreditbedienung bald schon spürbar teurer werden könnte. Es sei „politisch gewollt“, so Sparkassenvorstand Laufs, dass die Zinsen weiter nahe dem „absoluten Tiefpunkt“ blieben. 2013 rechne er keinesfalls mit spürbaren Aufschlägen.

Franz Jansen griff zudem die gestrige Schlagzeile unserer Zeitung auf, wonach „noch nie so viel vererbt wurde“ wie im Augenblick. Bei den Grundstücksgeschäften zwischen Baesweiler und Kalterherberg säßen auffallend viele junge Leute, etwa Mitte 30, am Tisch. Dabei sei klar, dass „nicht alle selbst verdientes Geld“ als Eigenkapital beibringen, sondern dass häufig „Oma, Opa und die Eltern“ dabei geholfen hätten: „Die Erbengeneration steht voll im Saft“, fasste Jansen diese Beobachtung zusammen.

Der Geschäftsführer verwies darauf, dass sich die gestiegene Nachfrage selbstverständlich in steigenden Preisen bemerkbar mache. „Allerdings sehe ich nicht die Gefahr einer Immobilienblase“, beruhigte Jansen. Norbert Laufs sprach von einem „aufgeheizten Markt“. Gerade Investoren müssten darauf achten, dass „die Renditen stimmen“.

Eine neue Entwicklungspartnerschaft will die S-Immo in Kürze mit der Stadt Stolberg starten. Hier steht die Bebauung der alten Aschesportplätze des SV Breinig bevor. Hier sollen laut Jansen rund 50 Wohneinheiten entstehen.

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