Städteregion - Regiosportbund: Jugend soll noch mehr in den Fokus rücken

Regiosportbund: Jugend soll noch mehr in den Fokus rücken

Von: Michael Grobusch
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Das neue Team des Regiosportbundes: Rebekka Braun (v.l.), Günter Kuckelkorn, Ingrid Schäfer, Petra Minten, Vera van Ool und Anne Eich. Es fehlt Robert Voigtsberger. Foto: M. Grobusch

Städteregion. Es ist so einiges in Bewegung. Das passt eigentlich gut, schließlich vertritt der Regiosportbund die Interessen von 636 Vereinen mit insgesamt rund 135.000 Mitgliedern im früheren Kreis Aachen. Allerdings geht es im konkreten Fall nicht um sportliche Betätigung, sondern um Umstrukturierungen.

Die hat der RSB in den vergangenen Wochen und Monaten Schritt für Schritt und in der Summe in erheblichem Umfang vorgenommen. Günter Kuckelkorn zeigt sich zufrieden: „Jetzt sind wir für die Zukunft richtig gut aufgestellt.“

Kuckelkorn ist denn auch einer der Schlüsselfiguren in der neuen personellen Konstellation. Als Mitbegründer und bisheriger Vizepräsident zählt er ohnehin zu den prägenden Figuren des RSB und wird diesem in den kommenden drei Jahren wohl noch mehr als zuvor den Stempel aufdrücken.

Denn als Klaus Offergeld – für Außenstehende durchaus überraschend – erklärte, dass er für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehen werde, gab es für Kuckelkorn nach eigener Aussage keinen Moment des Zögerns. „Der Sport soll auch in der Zukunft eine starke Stimme haben“, nennt der neue Präsident ein wesentliches Argument, mit dem es ihm auch gelungen ist, seinen eigenen Nachfolger zu überzeugen.

Der ist ein ausgesprochener Verbandsfachmann, wenngleich er den Menschen in der Städteregion in erster Linie als Erster Beigeordneter der Stadt Stolberg bekannt ist. Doch bevor Robert Voigtsberger diese Stelle im Oktober 2014 antrat, war der Diplom-Sportwissenschaftler als stellvertretender Sportdirektor beim Deutschen Behindertensportverband tätig.

Günter Kuckelkorn verbindet Voigtsbergers Engagement mit einer Botschaft: „Die Gesellschaft wandelt sich. Wir müssen der Jugend mehr Verantwortung übertragen.“ Das nimmt der so Benannte mit seinen 36 Jahren augenzwinkernd als Kompliment auf, fügt aber sogleich ernsthaft an: „Mir geht es darum, die guten Strukturen des Regiosportbundes zu festigen und den regionalen Sport beim Landessportbund in Duisburg angemessen zu vertreten.“

Bei seinen ehrenamtlichen Bemühungen kann er nicht nur auf Günter Kuckelkorn und die im Präsidium für die Finanzen zuständige Rebekka Braun setzen, sondern auch auf ein neu formiertes hauptamtliches Team der Geschäftsstelle. Angeführt wird es von Ingrid Schäfer, die bereits im vergangenen Herbst den Job der Geschäftsführerin von Judith Blau übernommen hat.

An ihrer Seite gibt es mit Anne Eich, Vera van Ool und Petra Minten gleich drei neue Gesichter – und mit ihnen neue Schwerpunkte. Zum Beispiel im Bereich Sportabzeichen und der Integration durch Sport. Und bei der Sportjugend, für die der Regiosportbund seit diesem Jahr Stipendien an in Vereinen besonders stark engagierte junge Menschen vergibt.

„Die erste Runde ist sehr gut gelaufen“, berichtet Ingrid Schäfer. „Uns haben innerhalb weniger Wochen 15 Bewerbungen erreicht, unter denen dann die drei Stipendien vergeben worden sind.“ Für die nächste Runde im kommenden Jahr werden noch Interessenten gesucht, bis 30. September können dazu Unterlagen bei der Geschäftsstelle (siehe Box) eingereicht werden.

Das Angebot ist Bestandteil der neuen Sportförderung, deren Umsetzung der Regiosportbund zum 1. Januar 2017 und zunächst für fünf Jahre von der Städteregion übernommen hat. Zu ihr gehört auch weiterhin die Gewährung von Zuschüssen für die Anschaffung von Sportgeräten sowie einer Pro-Kopf-Pauschale für jugendliche Mitglieder. Neu sind hingegen die verstärkte Förderung von Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Übungsleiter und die Talentförderung für Jugendliche, die bei überregionalen Wettkämpfen starten.

„Das läuft alles schon sehr gut“, stellt Ingrid Schäfer fest. Einzige Ausnahme bilde bis dato der ebenfalls neu geschaffene „Experimentierbereich, in dem neben Kooperationen und Fusionen auch „zukunftsweisende Projekte“ gewürdigt und finanziell unterstützt werden sollen. „Das hat sich noch nicht richtig herumgesprochen und durchgesetzt“, räumt die Geschäftsführerin ein.

Handlungskonzepte nicht nur für diesen Punkt, sondern für die kompletten drei Jahre der jetzt begonnenen Legislaturperiode wollen die Mitglieder von Präsidium und Geschäftsstelle in Kürze bei einer Klausurtagung festlegen. Zwei Aspekte werden dort laut Ingrid Schäfer besonders im Fokus stehen: „Wir wollen die Jugendförderung weiter intensivieren. Und es wird darum gehen, den Vereinen noch mehr dabei zu helfen, sich auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Integration, demografischer Wandel oder Ganztagsschule einzustellen.“

Unabhängig von den konkreten Ergebnissen steht damit schon jetzt fest: Beim Regiosportbund wird auch in Zukunft einiges in Bewegung sein.

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