Rauchen gilt als die häufigste Ursache von Blasenkrebs

Von: ath
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Städteregion. Im Mittelpunkt unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ stand diesmal das Thema Blasenkrebs. Bei den Gesprächen mit den Ärzten der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Medizinischen Zentrum Städteregion im Betriebsteil Bardenberg standen die neuen Methoden in Diagnostik und Behandlung im Mittelpunkt.

Das galt insbesondere für die „Blaulicht-Endoskopie“. Bei diesem Verfahren werden bei der Spiegelung fluoreszierende Substanzen in die Blase gegeben, die die Entdeckung von Tumoren erleichtern, erläutert Professor Ziya Akçetin, Leiter der Klinik. Neu und für den Patienten schonender, weil schmerzfrei, sei auch der Einsatz flexibler Endoskope in der Nachsorge eines Blasentumors. Die Blasenentfernung kann am MZ in geeigneten Fällen auch robotergestützt erfolgen. Auch dabei handelt es sich um ein Verfahren, das noch recht neu ist und deshalb vielen Betroffenen als Behandlungsoption noch nicht so geläufig ist.

Die Frage eines Anrufers, der von einem Blasentumor betroffen ist, bezog sich auf die Ursachen bzw. Auslöser seiner Erkrankung und den Aspekt, ob die Arbeit mit bestimmten Chemikalien etwas damit zu tun haben könnte. Es gebe etwa 50 Substanzen, die Mediziner mit der Entstehung von Tumoren in der Harnblase in Verbindung bringen, erklärte Akçetin. Hauptursache sei jedoch Nikotin. „Wenn man von den gesundheitlichen Risiken durch das Rauchen spricht, denken die Meisten nur an die Lunge. Doch auch alle urologischen Tumorerkrankungen bis auf den Prostatakrebs kommen oft vom Rauchen“, erklärt der Klinikleiter. Er rät seinen Patienten daher, vom Rauchen abzusehen.

Untersuchen lassen sollte man sich auf jeden Fall, wenn Blut im Urin enthalten ist. „In den meisten Fällen ist die Ursache kein Tumor, aber es ist ein Warnsignal. Je früher wir einen Tumor feststellen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch nicht in die Muskulatur der Blase eingewachsen ist und die Blase bei einer Operation erhalten werden kann“, sagt der Chefarzt der Urologie in Bardenberg. Die Region sei sehr gut urologisch versorgt, sowohl über niedergelassene Ärzte als auch klinisch. „Das sollten Patienten zu ihrem Vorteil nutzen.“

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