Politik will im Herbst über Zuschuss für Regiosportbund entscheiden

Von: Michael Grobusch
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Städteregion. Eine Entscheidung über die finanzielle Förderung des Regiosportbundes Aachen (RSB) durch die Städteregion wird es frühestens im Herbst geben.

Die Fraktionen haben sich im Städteregionsausschuss darauf verständigt, dass der SPD-Antrag, der die aktuellen Diskussionen ausgelöst hat, im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2017 wieder aufgegriffen werden soll.

Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, dem Regiosportbund ab 1. Januar 2017 jährlich 35 Cent pro erwachsenem Mitglied als Zuschuss zu gewähren. Damit solle die zum Jahresende wegfallende Anschubfinanzierung des Landessportbundes kompensiert und der Regiosportbund in seiner gesellschaftlich bedeutsamen Rolle gestärkt werden, hatte Martin Peters argumentiert.

Auf den nun vereinbarten Kompromiss kann sich der SPD-Fraktionsvorsitzende nach eigener Aussage gut einlassen. „Angelegenheiten, bei denen es um mehr Geld geht, sollen mit dem Haushalt beraten werden“, stimmt er der Einschätzung der Verwaltung zu. Ähnlich äußerte sich im Städteregionsausschuss auch Axel Wirtz für die CDU: „Es ist richtig, dass wir jetzt keine Entscheidung treffen und stattdessen den ein oder anderen Aspekt noch überprüfen.“ Klar sei allerdings schon, dass es bei der Arbeit des Regiosportbundes nicht nur um Sport und Bewegung gehe, „sondern auch um Angebote, die Bestandteil von Bildung sind“. Der Sorge, dass der RSB durch den Wegfall der Anschubfinanzierung in Schwierigkeiten geraten könnte, trat der Vorsitzende des Landessportausschusses entgegen: „Es wird trotzdem nicht viel weniger Geld von dieser Seite beim RSB ankommen.“

Entspannt äußerte sich auch Judith Blau auf Anfrage unserer Zeitung: „Die Situation ist für uns nicht schwierig“, betonte die RSB-Vorsitzende. Vielmehr hätten die Mitgliedsverbände vor wenigen Tagen eine Entscheidung getroffen, die essenziell für die Zukunftsplanung sei. Demnach wird der Regiosportbund rückwirkend zum 1. Januar 2016 pro erwachsenem Mitglied der angeschlossenen Vereine und Jahr einen Beitrag von 70 Cent erhalten. „Das war schon lange im Gespräch und ist für die Vereine keine Überraschung“, betont Blau. Die Basis des RSB sei somit gesichert. Gleichwohl macht die Geschäftsführerin keinen Hehl daraus, dass sie eine stärkere Unterstützung des Sports und auch des RSB weiterhin sehr begrüßen würde. „Man darf nicht vergessen, dass wir 2014 eine jährliche Förderung von 25.000 Euro bei der Städteregion beantragt haben, uns aber nur 8000 Euro gewährt worden sind.“

Wie im Falle eines positiven politischen Beschlusses zum SPD-Antrag ein städteregionaler Zuschuss verwendet würde, lässt Judith Blau offen. „Das müssten dann unsere Mitglieder gemeinsam mit dem Präsidium beschließen. In erster Linie geht es uns aber zweifellos darum, die Vereine zu stärken.“

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