Personale Aufstockung: Neue Stellen im Straßenverkehrsamt

Von: Jutta Geese
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Haben lange Wartezeiten für die Bürger im Straßenverkehrsamt bald ein Ende? Foto: J.Geese

Städteregion. Die Bürger, aber auch die Beschäftigten können aufatmen: Einstimmig hat der städteregionale Personalausschuss am Mittwoch beschlossen, das Personal im Straßenverkehrsamt deutlich aufzustocken. Lange Wartezeiten auf der einen und eine krankmachend hohe Arbeitsbelastung auf der anderen Seite dürften damit in absehbarer Zeit ein Ende haben.

Der Ausschuss folgte mit diesem Beschluss dem Vorschlag der externen Gutachter, die im vergangenen Jahr das Straßenverkehrsamt genau unter die Lupe genommen hatten. Deren Fazit damals: Wenn alles bleibt, wie es ist, müssen zusätzlich zu den 71 Stellen, die sich auf 82 Beschäftigte verteilen, kurzfristig 19,5 Stellen geschaffen werden, damit die Behörde all ihren Aufgaben im gebotenem Rahmen gerecht werden kann. Erfolgen Veränderungen bei den Arbeitsabläufen und der technischen Ausstattung, reichen langfristig 9,3 zusätzliche Stellen.

Hatten die Politiker im Herbst noch Vorbehalte gegen eine so drastische Personalaufstockung, stimmten sie am Mittwoch ohne Wenn und Aber dafür. So schnell wie möglich sollen nun 4,5 derzeit befristete Stellen in unbefristete umgewandelt werden, vier neue Stellen befristet besetzt und bei mehreren Beschäftigten vorübergehend die wöchentliche Arbeitszeit im Umfang von insgesamt einer Vollzeitstelle aufgestockt werden. Darüber hinaus werden dauerhaft weitere 8,5 Vollzeitstellen neu eingerichtet. Sieben von diesen werden auf Vorschlag der Verwaltung mit Nachwuchskräften besetzt, die im Laufe des Jahres ihre Ausbildung bei der Städteregion beenden werden.

Formal muss der Städteregionsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Februar, dem noch zustimmen. Dem eindeutigen Votum der Fachpolitiker von Mittwoch wird dieser aber sicher nicht widersprechen, auch wenn die zusätzlichen Stellen in diesem Jahr mit insgesamt rund 325.000 Euro Mehrkosten zu Buche schlagen werden. Geld, das im Haushaltsentwurf für 2017 nicht eingeplant ist.

Der für Finanzen und Personal zuständige Finanz- und Personaldezernent Axel Hartmann hat den Politikern am Mittwoch die Entscheidung in diesem Punkt erleichtert: Er gab sich zuversichtlich, dass die Verwaltung das Geld durch Einsparungen an anderer Stelle auftreiben wird.

„Wir werden keine höheren Gebühren erheben müssen und auch die Regionsumlage der Kommunen nicht erhöhen müssen“, erklärte er. Der für das Straßenverkehrsamt zuständige Dezernent Gregor Jansen verwies darauf, dass 150.000 der 325.000 benötigten Euro durch Mehreinnahmen bei den Gebühren in heutiger Größenordnung gedeckt würden.

Anders als die zusätzlichen Personalkosten sind die 202.000 Euro für die bereits beschlossene Anschaffung einer neuen Aufrufanlage fürs Straßenverkehrsamt bereits im Haushaltsentwurf veranschlagt. Sie soll im Sommer installiert werden. Voraussichtlich im Sommer 2018 soll ein neues Callcenter an den Start gehen, erläuterte Jansen. Bei rund 200 000 Anrufen pro Jahr sei das sicher sinnvoll. Mit drei Jahren Vorlaufzeit rechnet Jansen für den geplanten Umbau der Zulassungshalle.

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