Papierhalle macht sich in einem Jahr bezahlt

Von: Jutta Geese
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Wertstoff Papier: In der neuen Halle auf der Deponie Warden können jährlich 25.000 Tonnen Altpapier umgeladen werden. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Wohl selten macht sich eine Investition so schnell bezahlt wie diese: Rund 300.000 Euro hat die kommunale AWA Entsorgung in den Bau einer Halle zum Verladen von Altpapier gesteckt. Fast genau diese Summe wird sie jetzt mehr an Erlösen durch den Verkauf des Wertstoffes Papier erzielen - und das jährlich, legt man den derzeitigen Marktpreis zugrunde.

Nach gut einem Jahr hat sich die Investition also schon amortisiert. Und das ist kommt den Bürgern in der Städteregion und im Kreis Düren zugute. Denn die Gewinne aus dem Verkauf von Altpapier tragen dazu bei, die Müllgebühren stabil zu halten, womöglich gar zu senken.

Am Freitag wurde die Papierhalle auf dem Gelände des Entsorgungs- und Logistikcenters (ELC) Warden in Eschweiler - so heißt die frühere Zentraldeponie Warden heute - offiziell eingeweiht. 25.000 Tonnen Altpapier können dort pro Jahr von den Sammelfahrzeugen des kommunalen Unternehmens Regioentsorgung, in dem sich mittlerweile zwölf Städte und Gemeinden zusammengeschlossen haben, auf große Sattelschlepper umgeladen werden.

Bislang fehlte diese logistische Möglichkeit, die AWA musste eine Übergabestelle eines Privatunternehmens nutzen. Das entfällt nun. Und die zentrale Umladung in eigener Hand ermöglicht es schon aufgrund der Mengen, das Altpapier teurer zu verkaufen, erläutert AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch. Die Bedeutung des Geschäfts belegt er mit einer Zahl: Rund 2,3 Millionen Euro bringt es der AWA in diesem Jahr ein.

Die Leichtbauhalle wurde in nur drei Wochen aufgebaut. Sie steht auf einer Asphaltfläche und ist 59 Meter lang, 23 Meter breit und 13 Meter hoch. Rolltore verhindern Papierflug und Vernässung des Papiers. „In dieser Halle können problemlos vier Entsorgungsfahrzeuge entladen und zwei große Sattelzüge mit einem Greifer beladen werden”, sagt Koch.

Abnehmer ist übrigens ein belgisches Unternehmen. Das biete einen günstigen Preis, über den Koch aber noch mal reden will, wie er dem Partner am Freitag ankündigte. Sprich: Er möchte wohl angesichts der steigenden Nachfrage nach Altpapier einen noch günstigeren Preis aushandeln.

Imagewandel

Mit der Papierhalle auf dem alten Deponiegelände entwickelt sich dieses immer mehr zu einem Recyclingzentrum, und weitere Anlagen, in denen Wertstoffe zwischengelagert, aufbereitet und umgeladen werden sollen folgen. Das stellte Ferdinand Corsten, stellvertretender AWA-Aufsichtsratsvorsitzender fest. Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram dankte den verantwortlichen Akteuren der AWA dafür, dass sie mit ihrem Engagement dem Bereich Müllentsorgung zum Imagewandel verhelfen.
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