Ökonomieprogramm: Mitarbeiter müssen weiter sparen

Von: Udo Kals
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Aachen. Auch in den kommenden Jahren müssen sich die rund 1600 Mitarbeiter der Städteregionsverwaltung auf einen rigiden Sparkurs einstellen. „Wir dürfen zwar die Schrauben nicht immer weiter andrehen.

Denn sonst kippt irgendwann die Stimmung und die Zusammenarbeit”, sagt Personaldezernent Axel Hartmann. Doch angesichts der Finanzkrise sei es unumgänglich, das im Vorjahr erstmals aufgelegte sogenannte Ökonomieprogramm bis zum Jahr 2014 fortzuführen.

Dahinter verbirgt sich ein Sparkurs bei den Personal- und Sachkosten, der mit insgesamt 4,3 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr weitaus mehr Geld eingebracht habe, als die Verwaltungsspitze gerechnet hatte. „Ein toller Erfolg”, meint Städteregionsrat Helmut Etschenberg zu dem Programm, das mit dem „Personalrat rückgekoppelt” sei.

Zugleich unterstreicht der Verwaltungschef, dass „nicht mit dem Rasenmäher” gekürzt, sondern „individuell und unter Beteiligung des Personals” nach Einsparmöglichkeiten gesucht worden sei. Und er ist froh, dass sich so viele Mitarbeiter beteiligt hätten, auch wenn dies „mit schmerzhaften Einschnitten” verbunden sei. Etschenberg: „Aber wir müssen sparen, um uns fit für morgen zu machen. Und das Haus hat sich auf diesen Prozess eingelassen.”

Rund 2,4 Millionen Euro seien beim Personal durch einen verhängten Einstellungsstopp sowie durch die bereits vorher praktizierte einjährige Wiederbesetzungssperre bei freiwerdenden Stellen erwirtschaftet worden, erläuterte Hartmann bei der Vorlage der Bilanz.

Und er rechnet vor: „Da wir bei der Personalplanung eine Stelle mit jährlich 50000 Euro veranschlagen, sind umgerechnet 44 Stellen eingespart worden.” Dabei versuche die Verwaltung weiterhin, den Auszubildenden eine „Perspektive auf Anstellung” zu geben. So seien im vergangenen Jahr sieben Nachwuchskräfte übernommen worden, im laufenden sollen es fünf sein.

Dass dieser Prozess unweigerlich zu „einer Arbeitsverdichtung” führe, daraus macht Etschenberg keinen Hehl. Und ihm sei bewusst, dass es „Ämter gibt, die in einem Grenzbereich angekommen” seien. Doch zugleich betonte Hartmann, gebe es im Haus an der Zollernstraße beim Krankenstand „keine besondere Situation”. Und so werde auch weiterhin „kreativ nach Einsparmöglichkeiten” gesucht.

Dies gilt auch für die Sachkosten, wo im vergangenen Jahr statt der angepeilten 720000 ganze 1,9 Millionen Euro eingespart werden konnten. Neben verlängerten Leasingraten für die IT-Hardware seien weniger Gutachten an Dritte vergeben oder auch Fortbildungsveranstaltungen komprimiert worden, nennt Hartmann nur einige der zahlreichen Beispiele.
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