Obstwiesenfest: Vorgeschmack auf zwei ganz besondere Wochen

Von: Yannick Longerich
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Die Marktstände auf dem Obstwiesenfest der Städteregion boten eine große Vielfalt regionaler Spezialitäten. Foto: Yannick Longerich

Städteregion. Der „Herbstprinz“ und „Geheimrat Oldenburg“ tummelten sich auf dem Gelände. Aristokratische Ehrengäste möchte man meinen. Doch beim Obstwiesenfest der Städteregion waren dies die fast in Vergessenheit geratenen alten Apfelsorten der Region.

Und das war längst nicht alles: Mehr Aussteller, mehr Exkursionen und mehr Programm – die diesjährige Reise in die Natur unserer Heimat wartete mit vielen Superlativen auf.

Die zehnte Auflage konnte zudem einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Fast 3000 Gäste suchten die weitläufigen Wiesen hinter dem Herzogenrather Nell-Breuning-Haus auf. In Kooperation mit der Stadt Aachen, der Stadt Herzogenrath, der Städteregion und der Aachener NABU-Naturschutzstation hatte die Biologischen Station der Städteregion mit sehr viel Liebe zum Detail ein lebendiges Museum des Obstanbaus und der historischen Landwirtschaft in der Region geschaffen. Autochthone Apfel- und Birnensorten konnten verkostet werden, frisch gepresster Fruchtsaft sorgte für die nötige Erfrischung.

Wer den Rundgang über den Markt mit „mittelalterlichem Flair“ beendet hatte, konnte eine Hütehund-Vorstellung besuchen oder historische Landmaschinen im Einsatz beobachten. Neben Wanderungen durch das Wurmtal und Vorträgen zum Thema Wildbienen und Pilzen auf der Obstwiese wurde auch den jüngsten Besuchern allerhand geboten: Wer vom Baumklettern erschöpft war, konnte beispielsweise mit einer Saftpresse sofort Abhilfe schaffen.

Im Rahmen der Festivitäten lud der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu einer ganz besonderen Zeit in der Städteregion ein: Die nunmehr vierte Auflage der Veranstaltungsreihe „Stadt Land Fluss“ gastiert in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt im Aachener Land“ im Kulturlandschaftsraum zwischen der Jülicher Börde und dem Hürtgenwald.

Mit Hilfe von insgesamt 86 Programmpunkten zum Mitmachen soll den Menschen ihre Heimat auf vielfältige und unterhaltsame Art gezeigt werden. Anne Henk-Hollstein, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung, verriet, dass die Wahl des Aachener Landes als Austragungsort einem internen Vorschlag entsprungen sei.

Die Politik habe sich sofort für die Idee begeistern können. Kooperierend mit den Biologischen Stationen der Region sowie den Naturparks werde vor allem die natürliche Besonderheit des Landes bei Ausflügen in den Fokus gesetzt. Auch die Kulturlandschaft werde großzügig abgedeckt. Unter anderem arbeitet der LVR mit dem Aachener „chaOSTheater“ zusammen.

Traditionell wurde zur Einstimmung auf das „Gastspiel“ ein „lokaler Markt“ genutzt, um eine erste Verbindung zur Tradition der ausgewählten Region aufzubauen. Das Obstwiesenfest bot dazu das ideale Umfeld. Die Veranstaltungsreihe läuft vom 30. September bis zum 15. Oktober.

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