Nur nicht vergessen: Alzheimertage starten

Von: Nina Krüsmann
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Sie organisieren die 4. Aachener Alzheimertage: Hasan Algün (v.l.), Martina Hagen, Heinz Müller, Dezernent Axel Hartmann und Ursula Kreutz-Kullmann. Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Jeder kennt das Problem, schon einmal etwas zu vergessen. Aber für immer mehr Menschen wird das Vergessen zur Krankheit. Um das Thema „Demenz” in der Städteregion zu enttabuisieren, sind 2006 die Alzheimertage ins Leben gerufen worden.

Das Demenz-Servicezentrum für die Region Aachen will gemeinsam mit der Alzheimergesellschaft Aachen sowie Stadt und Kreis Aachen auf die Situation von Menschen mit Demenz und die Belastung ihrer Angehörigen hinweisen. Und bei der jetzt vierten Auflage gibt es noch mehr Veranstaltungen und und Themen als bisher, sagt Kreisdezernent Axel Hartmann.

Anlässlich des Weltalzheimertags am Montag, 21. September, gibt um 17 Uhr auf der Burg Stolberg Schirmherrin Regina Schmidt-Zadel - sie ist stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der Alzheimer-Gesellschaften NRW - den Startschuss für die 45 Veranstaltungen umfassende Inforeihe.

Um 17.15 Uhr beginnt der Vortrag „Tiergestützte Aktivität bei Menschen mit Demenz: Kommunikation der anderen Art”. „Dieser neue Ansatz hält seit einigen Jahren Einzug in der pflegerischen Arbeit. Tiere haben einen positiven Einfluss auf die Patienten”, erläutert Hasan Alagün vom Demenz-Servicezentrum.

Um 19.30 Uhr beleuchten Experten das Problem der 24-Stunden-Versorgung von Demenzkranken im eigenen Haushalt. „Angehörige sehen sich teilweise vor große Herausforderungen gestellt. Wir wollen die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung aufzeigen”, sagt Alagüns Kollegin Ursula Kreutz-Kullmann.

„Die Alzheimertage richten sich an Betroffene, Angehörige und Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen der ambulanten und stationären Versorgung”, erklärt Heinz Müller, Leiter des Kreisamtes für Altenarbeit. Einer breiten Öffentlichkeit solle nahe gebracht werden, was Demenz ist und wie Betroffene damit umgehen können.

„Mein Vater” mit Götz George

Daher stellen sich in den kommenden Wochen Einrichtungen für Demenzkranke wie Tagespflegehäuser oder Wohngemeinschaften bei Tagen der offenen Tür vor. Angehörige können sich in Workshops mit anderen austauschen und gemeinsam Kraft schöpfen. Auch das Krankheitsbild wird erläutert.

„Das Nachlassen der Erinnerungsfähigkeit ist zwar die auffälligste, aber nicht die einzige Herausforderung im Umgang mit Demenzkranken”, betont Kreutz-Kullmann. Wie engste Familienangehörige für die Erkrankten zu Unbekannten werden, thematisiert das Theaterstück „Du bist meine Mutter” auf, das am Freitag, 9. Oktober, um 18 Uhr in der Klangbrücke im alten Kurhaus Aachen gezeigt wird. Zweiter kultureller Programmpunkt ist der Film „Mein Vater” mit Götz George.

Zum Abschluss der Alzheimertage findet am Samstag, 10. Oktober, am Elisenbrunnen in Aachen von 10 bis 15 Uhr eine Info-Börse statt.
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