Neustart für den Vereinssport in der Städteregion

Von: Udo Kals
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Aachen. Der organisierte Vereinssport in der Städteregion steht vor einem Neustart: Während der seit April führungslose Kreissportbund (KSB) möglicherweise noch in diesem Jahr aufgelöst wird, soll Anfang 2011 mit dem Regio-Sportbund Aachen ein neuer Dachverband gegründet werden.

Diesem werden sich nicht nur die sechs Stadt- und Gemeindesportverbände (SSV/GSV) aus dem Altkreis Aachen anschließen, sondern auch der Stadtsportbund Aachen (SSB) sowie mit Baesweiler, Eschweiler und Simmerath die Städte und Gemeinden, die keinen kommunalen Sportverband haben. Auf dieses Modell samt Auflösung des KSB haben sich jetzt die Partner verständigt.

Alle zehn Kommunen in einem Verband

„Es ist wichtig, dass nun unter neuem Namen und in einem neuen Gremium alle zehn Kommunen zusammen in dem Verband vertreten sind”, sagt Günter Kuckelkorn, Chef des Würselener SSV und Sprecher seiner Kollegen im Altkreis. Eine Zukunft unter der Marke KSB hätte es nicht gegeben: „Es ist zu viel Porzellan zerschlagen worden.” So war unter anderem nach Streitigkeiten über Mitgliedsbeiträge der amtierende Vorstand bei der Mitgliederversammlung im April zurückgetreten. Auch SSB-Vorsitzender Björn Jansen ist überzeugt von dem Neustart: „Mit 143.000 organisierten Sportlern bilden wir eine große Schlagkraft.”

Nicht zu Lasten einzelner Partner

Zudem betont er: „Natürlich haben wir in Aachen - was Finanzen, Personal und Mitglieder anbelangt - eine andere Situation als beispielsweise die Kollegen in Monschau. Aber eine städteregionale Zusammenarbeit macht Sinn. Sie muss auf Augenhöhe funktionieren, darf nicht zu Lasten einzelner Partner gehen.”

In der Praxis soll das heißen: „Während die einzelnen Verbände ihre bisherigen Zuständigkeiten behalten und autonom Entscheidungen treffen können, soll der neue Dachverband sich vor allem als Dienstleister etablieren, etwa was Aus-, Fort- und Weiterbildung von Übungsleitern betrifft”, umreißt Kuckelkorn das Modell. Eine Einmischung von oben werde es nicht geben. Vielmehr sei für Politik und Landessportbund ein Ansprechpartner auf städteregionaler Ebene unverzichtbar, etwa wenn es um Zuschüsse gehe, nennt Jansen ein weiteres Beispiel.

Sitz des Regio-Sportbundes wird Aachen sein. Die KSB-Geschäftsstelle in Würselen wird zum Jahresende geschlossen und wechselt in die Räume des SSB in der Aachener Sigmundstraße, wo jetzt bereits sechs hauptamtliche Kräfte arbeiten und Synergien genutzt werden können.
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