Städteregion - Neujahrsempfang beim Städteregionsrat: Zukunft in Szene gesetzt

Neujahrsempfang beim Städteregionsrat: Zukunft in Szene gesetzt

Von: Jutta Geese
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Energie pur: Beim Neujahrsempfang von Städteregionsrat Helmut Etschenberg waren im Alsdorfer Energeticon auch die Gäste gefordert, etwa in vier Gruppen zwei Lieder gleichzeitig im Kanon zu singen, mit Unterstützung von Chorleiter Florian Zintzen an der Gitarre...
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...oder schwungvoll beim Cam-Spiel zu tanzen. Foto: Andreas Herrmann
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Ins Staunen gerieten Gäste und Moderator Uwe Brandt (r.) bei der Präsentation des geräuschlosen Schiffsmotors, einer Erfindung von Martin Schikarski (l.) und Max Baier. Foto: Andreas Herrmann

Städteregion. Selten wurde das Motto einer Veranstaltung so vielseitig umgesetzt wie das des Neujahrsempfangs von Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Sonntag. „Energiegeladene Region“ lautete das Thema – und es passte einfach alles: vom Veranstaltungsort, dem Energeticon in Alsdorf, über die unterschiedlichen Talkrunden bis hin zu den Mitmach-Aktionen für die rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Energiegeladen führte Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, durch das etwa zweistündige Programm, in dem auch ernste Themen wie der Kampf um die Stilllegung des belgischen Atomkraftwerks Tihange und die Herausforderungen, vor denen die demokratische Gesellschaft angesichts populistischer Strömungen steht, nicht zu kurz kamen.

Ins Staunen versetzten zwei Schüler des Aachener Inda-Gynasiums Moderator Brandt und wohl die meisten Zuhörer im Publikum. Martin Schikarski (13) und Max Baier (14) haben den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ mit der Entwicklung eines magnetohydrodynamischen Schiffsantriebs. Auf der Bühne führten sie das lautlos gleitende Boot vor und erklärten die Technik, die dahintersteht: Man braucht Salzwasser, einen Supermagnet und einen Akku, zieht die Ionen aus dem Wasser und es entsteht ein Rückstoß, der der Boot antreibt.

„Sensationell“, befand Brandt. „Und ihr erklärt das auch noch gut.“ Der „kleine Haken“ an ihrer Erfindung sei, erklärte Martin Schikarski: „Man braucht sehr viel Strom. Es würde sich nicht wirklich rechnen, so einen Antrieb in großem Stil zu bauen. Aber Forschungspotenzial hat das auf jeden Fall, weil dabei Wasserstoff produziert wird.“ Und Max Baier ergänzte: „In vielen Jahren könnte man das in der Raumfahrt nutzen.“ Das begeisterte Publikum verabschiedete die beiden jungen Forscher mit viel Applaus.

Das Thema Tihange wird die Region auch in diesem Jahr beschäftigen, stellte Städteregionsrat Etschenberg klar. In einer der Talkrunden erläuterten er, Professor Wolfgang Renneberg von der Universität Wien und die Rechtsanwältin Dr. Ute Jasper, warum es aus ihrer Sicht richtig ist, dass die Städteregion sich für die Stilllegung des belgischen Pannenreaktors einsetzt und was sie dabei persönlich antreibt.

Für Etschenberg ist es, „die Sorgen, die ich bei den Menschen verspüre, ernstzunehmen“. Rennebergs Antrieb ist, er wird „wütend, wenn falsch oder gar nicht informiert wird über Sicherheitsfragen oder wenn ich feststelle, dass zum Teil sogar gelogen wird“. Und Jaspers zieht den Antrieb aus der Familie, sie will ihren drei Kindern vorleben, dass man nicht vom Sofa aus nur meckern, sondern selbst aktiv werden sollte, wenn einem etwas wichtig ist.

1535 Stufen hochgelaufen

Energiegeladen ist auch Volker Jansen. Der Feuerwehrmann aus Mützenich nimmt sehr erfolgreich an den World Police and Firegames teil. Spezialdisziplin: Treppenlauf. In Sidney ist er vor einigen Jahren beispielsweise in 9 Minuten und 19 Sekunden 1535 Stufen bis ins 102. Stockwerk hochgelaufen. In diesem Jahr will er die Energieleistung in Los Angeles wiederholen.

Zum Schluss des kurzweiligen Programms, zu dem musikalische Darbietungen von Christian Fröhlich, Karsten Kenzel und Damian Omansen vom Grenzlandtheater gehörten, nannte Etschenberg einige seiner Ziele für 2017. Dazu gehört etwa, das Grenzlandtheater zu modernisieren, das Projekt Bau einer große Mehrzweckhalle in Aachen voranzutreiben und die Entwicklung des Medizinischen Zentrum in Würselen zu forcieren. Sein Wunsch ist es zudem, dass die demokratischen Kräfte in der Gesellschaft zusammenstehen.

Den musikalischen Auftakt hatte der Knappenchor St. Barbara unter Leitung von Verna Schipke gestaltet. Der frühere Werkschor der Grube Emil Mayrisch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition des Bergmannsliedguts zu pflegen. „Wir brauchen aber dringend neue Mitglieder“, nutze Vorsitzender Josef Möres die Gelegenheit zur Werbung in eigener Sache. Wer also Lust hat, wie der sporadische Gastsänger und Bürgermeister von Alsdorf, Alfred Sonders, im Knappenchor zu singen, kann sich bei Josef Möres, Telefon 02464/5208, melden.

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