Städteregion - Neuanfang für lokalen Hörfunk: Städteregionale Welle sendet aus Merzbrück

Neuanfang für lokalen Hörfunk: Städteregionale Welle sendet aus Merzbrück

Von: Udo Kals
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„Gelungener Start”: Carsten Mannheims (v.l.), Doris Harst und Manfred Piana bilden den Vorstand der Veranstaltergemeinschaft, die die Programmverantwortung trägt. Gesendet wird aus dem bisherigen Studio von Antenne AC am Flugplatz Merzbrück. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Nach der Gründung der Veranstaltergemeinschaft (VG) rückt die „Starterlaubnis” für den neuen städteregionalen Radiosender näher, der vom Studio am Flugplatz Merzbrück aus senden wird: „Wir hoffen, dass wir zum 1. Juli mit dem Programm starten können”, sagt der VG-Vorsitzende Carsten Mannheims.

Doris Harst und Manfred Piana komplettieren als gleichberechtigte Stellvertreter den Vorstand. Dabei sind sie froh, dass der neue Sender mit der Bildung der VG „einen guten Start” hingelegt habe, wie Piana erläutert.

Seitdem die Kreiswelle „Antenne AC” (107,8) und „Radio Aachen” (100,1) Anfang der 90er Jahre auf Sendung gegangen waren, hatte es immer wieder Gedankenspiele gegeben, intensiver zu kooperieren. „Die Notwendigkeit wurde schon lange gesehen, doch die Zeit war einfach noch nicht reif”, sagt Harst, die für die SPD im Städteregionstag sitzt. „Aus wirtschaftlicher Sicht gab es lange Zeit zu viele Sender in diesem relativ kleinen Gebiet”, ergänzt Piana, Geschäftsführer des regionalen Einzelhandelsverbandes, auch mit Blick auf die aus Belgien sendende Welle 100,5.

Noch einige Punkte zu klären

Ausgelöst durch die Insolvenz von Radio Aachen im vergangenen Jahr wurden die Gespräche konkretisiert, einen Sender für die Städteregion an den Start zu bringen. Unterstützt wurde die Idee von der Landesanstalt für Medien (LfM), die die Lizenzen vergibt, und nun auch von der Politik. So hatte der Städteregionstag vergangenen Dezember „die Schaffung eines wirtschaftlich tragfähigen lokalen Hörfunksenders in der Städteregion begrüßt”.

Und der soll jetzt auf den Weg gebracht werden. „Jetzt gilt es, einen zukunftsfähigen Sender zu installieren. Wirtschaftlich sind wir gut aufgestellt. Zudem haben wir sehr viele Fachleute mit im Boot”, erläutert Mannheims, der im Hauptberuf Geschäftsführer der CDU im ehemaligen Kreis Aachen ist. Gesellschafter und damit Finanziers der Betreibergesellschaft (BG) sind der bisherige Betreiber des Kreissenders Radio Salü und die Regio-Medien AG sowie neu die PDF Pressefunk aus Düsseldorf sowie der Zeitungsverlag Aachen (ZVA).

Mannheims hofft, dass die verbleibenden Punkte zügig und einvernehmlich geklärt werden. So muss unter anderem die VG komplettiert und ein Vertrag mit der BG geschlossen werden. Zudem ist nicht klar, unter welchem Namen die neue Welle auf Sendung geht und wer Chefredakteur wird. „Das ist eine zentrale Position”, betont Mannheims: „Schließlich muss er ein optimales Team für ein optimales Programm bilden.”

Während Radio Aachen Ende Februar abgeschaltet worden ist und die verbliebenen Mitarbeiter vom Insolvenzverwalter die Kündigung erhalten haben, soll die neue Radiomannschaft aus Mitarbeitern beider Sender bestehen. „Für die anderen müssen wir eine sozialverträgliche Lösung finden”, sagt Harst: „Das wird unsere Herkulesaufgabe sein.”

Übrigens: Neue Frequenzen müssen die Hörer nicht suchen. Der neue Sender geht auf den bereits bekannten Wellenlängen 107,8 und 100,1 auf Sendung.
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