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Närrischer Empfang: Das Tor zur Eifel wird Epizentrum des Karnevals

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Auch bei der 53. Auflage des Närrischen Empfangs war die Überreichung der Orden an die Tollitäten aus den zehn Kommunen der Städteregion der Höhepunkt. Foto: Ralf Roeger

Simmerath. Bis 11.11 Uhr mussten die Jecken nicht warten. Schon eine gute halbe Stunde früher begann der Närrische Empfang der Tollitäten. Allerdings ist es Tradition, dass der Städteregionsrat die Karnevalisten erst für den Tag nach Fettdonnerstag einlädt.

Bereits zum 53. Mal gab es dieses große Fest, das von den guten Gewohnheiten des frühen Kreises Aachen übernommen worden ist und wieder gut 500 Narren begeisterte. Ort des ausgelassenen Geschehens war diesmal die Sporthalle des Berufskollegs Simmerath, die von den fleißigen Helfern der heimischen KG Sonnenfunken in vielen Stunden Arbeit von einer Turn- in eine prächtige Festhalle verwandelt worden war. Oder um es mit den Worten von Helmut Etschenberg auszudrücken: „Sie haben einen großen Anteil daran, dass das Tor zur Eifel heute das Epizentrum des Karnevals in der Städteregion ist.“

Der Städteregionsrat hatte das ihm 2011 von den Lustigen Oecher Figaros verliehene Ehrentoupet aufgesetzt, machte aber nicht nur deshalb als Moderator einen glänzenden Eindruck. Gemeinsam mit Reiner Spiertz, dem Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), führte er durch das unterhaltsame, fast vierstündige Programm, dessen Höhepunkt wie immer der Empfang der Tollitäten aus den zehn regionsangehörigen Kommunen war.

Aber weil Karneval bekanntlich keine Grenzen kennt und die Städteregion sehr gute Beziehungen mit ihren Nachbarn pflegt, wurden auch die niederländischen und belgischen Vereine und Verbände, die in einer Vielzahl erschienen waren, auf die Bühne gebeten.

Schier grenzenlos war derweil der Applaus, als Büttenredner Werner Heck alias „Et Hühldöppe“ aus Bütgenbach sein neues Programm zum Besten gab. Er berichtete zunächst in einer gefühlt fünfminütigen Aufzählung von seinem Urlaub und der Pastavielfalt in Italien und setzte dann mit einem unübersehbaren Augenzwinkern einige Seitenhiebe in Richtung der Niederländer. Da hatte auch Alfred Lecerf gut lachen. Der Bürgermeister der belgischen Gemeinde Lontzen griff als Nächster zum Mikrofon.

Doch aus der von Reiner Spirtz angekündigten Rede wurde nichts. Stattdessen sang Lecerf und mit ihm bald der ganze Saal davon, wie „wunderbar“ doch der Karneval ist und dass die Jecken aller Länder zusammengehören. Das galt natürlich auch für einige Gäste aus Köln, die sich von den „Billy Boys“ in ihre Heimatstadt versetzt fühlten. Wenngleich die Band, die Kölsche Kult-Hits anstimmte, aus Woffelsbach kommt und dem dortigen Karnevalsverein „Kiescheflitscher“ angehört.

Mitreißend waren auch die Tanzauftritte von Lisa Hanf (KTC Alsdorfer Tänzer) und der Prinzengarde der KG Sonnenfunken sowie von deren Mariechen Isabel Haas. Das Showprogramm komplettierten die Karnevalsfreunde Lammersdorf, die zu „Zebras im Nationalpark“ geworden waren und nach ihrer fetzigen Nummer von Reiner Spiertz die Zusage erhielten, sich dauerhaft in der Eifel aufhalten zu dürfen.

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