MZ Bardenberg: Städteregion will das Tempo hoch halten

Von: Michael Grobusch
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Der MZ-Standort Bardenberg wird von Politik und Verwaltung gleichermaßen als Sitz einer gemeinsamen Pflegeschule favorisiert. Foto: Michael Grobusch

Städteregion. Die gesetzliche Vorbereitung in Berlin ist ins Stocken geraten, doch davon will sich die Städteregion nicht ausbremsen lassen. Während die zweite Anhörung zum geplanten Pflegeberufereformgesetz im Bundestag kurzerhand von der Tagesordnung genommen und damit auf nach die Sommerpause verschoben worden ist, halten die hiesigen Verantwortlichen bei den Bemühungen um eine Neustrukturierung der Pflegeausbildung an ihrem Zeitplan fest.

Die uneingeschränkte Zustimmung der Politik im Städteregionsausschuss und die klare Positionierung der zuständigen Dezernentin Edeltraud Vomberg lassen darauf schließen, dass der Städteregionstag am Donnerstag einen klaren Auftrag für die kommenden Monate erteilen wird: Möglichst noch in diesem Jahr soll der Zusammenschluss des städteregionalen Fachseminars für Altenpflege und der Schule für Pflegeberufe des Medizinischen Zentrums (MZ) vollzogen werden.

„Es gibt noch viele Fragen und Widerstände zu dem neuen Gesetz und der Einführung einer generalistischen Ausbildung für alle Pflegeberufe. Aber wir sollten unseren Weg trotzdem weiter verfolgen“, meint Vomberg. „Die beiden Einrichtungen grenzen schon heute Tür an Tür. Es ist sehr naheliegend, sie auch organisatorisch zusammenzuführen. Dann können sie sich gemeinsam auf die Generalistik vorbereiten und die Zusammenarbeit aufnehmen, ohne bereits dem Druck eines komplett neuen Ausbildungskonzeptes unterworfen zu sein“, findet die Dezernentin.

Als Standort von der Verwaltung favorisiert und von der Politik – zuletzt im Städteregionsausschuss – mit großer Mehrheit gefordert wird der MZ-Betriebsteil Bardenberg. Möglich wäre dort sowohl ein Neubau als auch ein Anbau unter Einbezug bestehender Räumlichkeiten, in dem jeweils bis zu 500 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden könnten. „In dieser Frage ist jetzt vor allem der Aufsichtsrat des MZ gefragt“, betont Edeltraud Vomberg.

Neue Gesellschaft gründen

Aufgabe der Verwaltung wird es unterdessen in den kommenden Wochen sein, die über die baulichen Fragen hinausgehenden Aspekte eines Zusammenschlusses intensiv zu prüfen. Schon jetzt kristallisiert sich heraus, dass mit der Fusion der Übergang in eine noch zu gründende Gesellschaft vollzogen werden soll. Das würde den zumindest derzeit noch geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung tragen, wonach Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungen nicht kommunal organisiert werden dürfen.

Doch es gibt aus Sicht von Edeltraud Vomberg noch weitere wesentliche Argumente, die für die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) von Städteregion und MZ sprechen. „Die Steuerungsverantwortung könnte auf eine professionelle Geschäftsführung übertragen und durch einen frei gestaltbaren Aufsichtsrat mitgelenkt werden“, erklärt die Dezernentin. Außerdem könne sich eine solche Gesellschaft in den sich nach einer Gesetzesänderung neu entwickelnden Marktbedingungen frei bewegen und „schnelle, wirtschaftlich tragfähige Entscheidungen treffen.“

Das Thema sei „vielschichtig und sehr komplex“, räumt Vomberg ein, und die gesetzgeberische Hängepartie macht die Angelegenheit sicher nicht einfacher. Dennoch ist die Dezernentin zuversichtlich, noch in diesem Jahr ein Ergebnis präsentieren zu können.

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