Musikfest: Nun sind die Vereine am Zug

Von: Heiner Schepp
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Gerd Förster, Geschäftsführer des Musikverbandes Aachen (rechts), konnte beim Musikfest der Städteregion sieben Vereine aus der Eifel (hier Kalterherberg), aber auch zwei Aachener Musikvereine und den Harmonieverein aus Baesweiler ankündigen. Foto: H. Schepp/C. Förster
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Die Bigband, die ihr Repertoire am Vortag bei einem Workshop erarbeitet hatte, sorgte zum Abschluss für einen Glanzpunkt. Foto: H. Schepp/C. Förster

Aachen. „Der Neuanfang ist gemacht – nun sind die Vereine am Zug“, blickte Gerd Förster, Geschäftsführer des Musikverbandes Aachen nach dem Musikfest der Städteregion am Sonntagabend nach vorne. Das musikalische Treffen in den Räumen des Inda-Gymnasiums Kornelimünster, für das sich die musiktreibenden Vereine im vergangenen Jahr bei der Städteregion Aachen stark gemacht hatten, fand aus verschiedenen Gründen allerdings nicht annähernd die Publikumsresonanz wie in den vergangenen Jahren.

Trotz der Popularität des ehemaligen Kreismusikfestes vor allem in der Eifel hatte die Städteregion 2016 angekündigt, den Zuschuss für das Treffen aller musiktreibenden Vereine in ihrer Gebietskörperschaft aus Spargründen zu streichen. Bei der letztjährigen Auflage in Kalterherberg hatte Städteregionsrat Helmut Etschenberg dafür klare Worte der Vereine wie auch des Musikverbandes Aachen einstecken müssen.

Zwei Monate später einigten sich Städteregion und Musikverband bei einer Besprechung in Aachen auf eine neue Ausrichtung der Veranstaltung: Sie solle künftig mehr bildenden Charakter haben statt nur ein weiteres Fest mit klingendem Spiel zu sein, beschloss man eine Fortführung in anderer Form. „Der bildende Charakter kann dabei aus einem Wertungsspiel, Musik in Bewegung oder einem Workshop bestehen“, erläuterte Gerd Förster und ergänzte: „Außerdem wird künftig die Vergabe durch den Musikverband und nicht mehr durch die Städteregion erfolgen, und soll grundsätzlich ein Verein als Ausrichter fungieren.“

Da sich in der Kürze der Zeit für 2017 kein Ausrichter fand, übernahm der Musikverband Aachen einmalig selbst die Ausrichtung, „auch als Signal an die musiktreibenden Vereine, dass es weitergeht“, so Förster.

Allerdings stand das diesjährige Treffen unter keinem günstigen Stern. Von rund 50 eingeladenen Vereinen sagten lediglich zehn für ein Platzkonzert zu, darunter sieben Vereine aus der Nordeifel, aber nicht ein einziger Spielmannszug. „Das hing auch mit der Kurzfristigkeit und dem letztlich nicht sehr günstigen Termin zusammen“, nahm Gerd Förster die Vereine ein Stück weit in Schutz.

Dass dann auch die Besucherresonanz am Sonntag über weite Strecken sehr dürftig war und viele Vereine vor leeren Stuhlreihen musizierten, lag für den Geschäftsführer am herrlichen Wanderwetter und Konkurrenzveranstaltungen wie dem Simmerather Markt, der die Blechlawine in Richtung Eifel statt nach Kornelimünster rollen ließ.

Immerhin füllte sich der Zuhörerraum dann beim abschließenden Konzert der Workshop-Bigband, die dem Fest diesmal den bildenden Charakter gegeben und damit für den Zuschuss der Städteregion gesorgt hatte.

In den nächsten Jahren werde „das Fest wieder dahin gehen, wo die Menschen sind“, kündigte Gerd Förster an. Mit den „Eifelklängen“ Eicherscheid, dem Instrumentalverein Eilendorf und „Lyra“ Höfen gebe es bereits Interessenten bis 2020. Und dann, ist der Geschäftsführer überzeugt, „wird auch beim Publikum und bei den Vereinen die Resonanz wieder so sein, wie es dieses Fest verdient.“

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