Städteregion - Mobil zwischen Monschau und Baesweiler

Mobil zwischen Monschau und Baesweiler

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Von der Mobilitätserhebung erhofft sich die Städteregion wichtige Hinweise für ihre zukünftige Verkehrsplanung. Foto. M. Grobusch

Städteregion. Das Projekt kommt bundesweit zum Tragen, doch die Städteregion erhofft sich von ihm auch für die kommunale Ebene wichtige Erkenntnisse. Deshalb wird sie sich an der Datenerhebung „Mobilität in Deutschland 2016“ beteiligen.

Der Städteregionsausschuss hat dies in seiner letzten Sitzung des Jahres einstimmig befürwortet. Er ist damit der Argumentation von Markus Terodde gefolgt, der in der Erhebung und dem daraus hervorgehenden Datenmaterial eine wichtige Grundlage für die zukünftige Planung des Verkehrs zwischen Baesweiler und Monschau sieht. „Wir erhalten auf diesem Wege Kennwerte, die ganz entscheidend sind, um Mobilität richtig bewerten und fortentwickeln zu können“, zeigt sich der Dezernent für regionale Entwicklung überzeugt.

„Kennwerte“ klingt ziemlich abstrakt, doch im Grunde geht es um ganz praktische Fragen. Beispielsweise: Welche Verkehrsmittel nutzen die Bürger in der Städteregion? Welche Strecke legen sie zurück? Und aus welchem Grund tun sie dies? Über die Erfassung des Ist-Zustandes hinaus wird es aber auch darum gehen, Bedürfnisse zu erkennen und diese mit dem vorhandenen Angebot abzugleichen. Sei es nun, um die daraus resultierenden Erkenntnisse in die zukünftige Planung des ÖPNV und somit in die 2020 anstehende Fortschreibung des Nahverkehrsplanes einfließen zu lassen. Oder aber, um den zuständigen Straßenbaulastträgern wichtige Aspekte liefern zu können für die von ihnen zu treffenden Entscheidungen über Baumaßnahmen.

Die Projektleitung von „Mobilität in Deutschland 2016“ liegt beim Bonner Institut für angewandte Sozialwissenschaft, das bereits bei den beiden vorherigen Erhebungen in den Jahren 2002 und 2008 verantwortlich zeichnete. Mitarbeiter des Institutes werden insgesamt 1500 Haushalte in der Städteregion kontaktieren – jeweils 500 in den Teilbereichen Monschau, Roetgen und Simmerath (1), Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen (2) sowie Stolberg und Eschweiler (3). Allerdings werden die noch zu bestimmenden Haushalte nicht alle im nächsten Jahr befragt. Vielmehr erstreckt sich der Zeitraum der Erhebung von März 2016 bis April 2017. „Damit können jahreszeitbedingte Schwankungen ausgeglichen werden“, nennt Markus Terodde den Grund für die zeitliche Ausdehnung.

Ein Grund für die geschlossene Zustimmung des Städteregionsausschusses dürfte derweil auch die Aussicht auf eine nahezu 100-prozentige Kostenübernahme durch die EU gewesen sein. Wenn es die Städteregion wie erhofft schafft, für das entsprechende Förderprogramm anerkannt zu werden, wäre lediglich ein minimaler Eigenanteil von 6000 Euro zu leisten. Die übrigen 84.000 Euro könnten durch Europa-Zuschüsse abgedeckt werden. Ähnliche Hoffnung hegt im Übrigen auch die Stadt Aachen, die sich mit 1000 Haushalten an der Erhebung beteiligen will und hierfür mit Kosten von 56.000 Euro rechnet.

Die Ergebnisse von „Mobilität in Deutschland 2016“ werden voraussichtlich im November 2017 präsentiert – allerdings zunächst nur den Verwaltungen. Die Veröffentlichung für alle Bürger soll im Frühjahr 2018 folgen.

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