Mit Förderdarlehen eigenes Heim gebaut

Von: Jutta Geese
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Der Traum vom Eigenheim: 132 Familien mit Kindern haben ihn sich im vergangenen Jahr mit Förderdarlehen des Landes erfüllen können. Foto: Schaum

Aachen. Die Befürchtungen, mit der Gründung der Städteregion könnten weniger Gelder aus dem Wohnraumförderungsprogramm des Landes in den Region fließen, haben sich nicht bestätigt.

Im Gegenteil: Im vergangenen Jahr wurden der Städteregion mit 17,1 Millionen Euro sogar rund 71 Prozent mehr Fördermittel für den Neubau von Mietwohnungen zugeteilt, als die Stadt Aachen und der Altkreis im Jahr zuvor zusammen erhielten. Und bei der Förderung selbstgenutzen Wohneigentums blieb die Fördersumme mit rund zehn Millionen Euro nahezu unverändert.

Und so stellt Baudezernent Uwe Zink zufrieden fest: „Bereits ein Jahr nach der Zusammenlegung der Bewilligungsbehörden hat sich die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung durch die Städteregion ausgesprochen positiv entwickelt.” Und Personal sei auch eingespart worden. Waren früher 13 Mitarbeiter mit diesem Thema beschäftigt, sind es jetzt nur noch neun.

Auch die Sorge, die Landesgelder würden nicht gerecht zwischen der Stadt Aachen und den neun anderen Kommunen verteilt, hat sich laut Zink als unbegründet erwiesen. Eine Besonderheit aber gibt es: Von den 17,1 Millionen Euro für den sozialen Mietwohnungsbau, mit denen der Bau von insgesamt 189 Wohnungen gefördert wurden, flossen 11,9 Millionen Euro in die Stadt Aachen, und nur 5,2 Millionen Euro in die übrigen neun Kommunen. Doch das hat nichts mit Bevorzugung zu tun, sondern mit dem Bedarf, wie Jürgen Büchler vom Amt für Bauaufsicht und Wohnraumförderung der Städteregion erklärt: „Wenn ein Investor mit Fördergeldern bauen will, muss die Kommune den Bedarf wegen der Mietpreisbindung von 15 oder 20 Jahren bestätigen. Im früheren Kreisgebiet haben wir aber anders als in Aachen derzeit eine ausgewogene Bedarfsdeckung. In Aachen dagegen fallen jetzt viele Wohnungen aus der Mietpreisbindung heraus, so dass neue preisgünstige Mietwohnungen gebraucht werden.”

Die Fördergelder für private Häuslebauer oder -käufer, die das Haus oder die Wohnung selbst bewohnen und bestimmte Einkommensgrenzen - die richten sich nach der Familiengröße - nicht überschreiten, flossen im vergangenen Jahr nahezu gleichmäßig in die Stadt Aachen (4,8 Millionen Euro) und in den Altkreis (fünf Millionen Euro).

Allerdings: In Aachen reichte das Geld nur für den Bau von 52 Wohneinheiten, in den übrigen Kommunen konnten insgesamt 80 Bauwillige gefördert werden. „Das liegt vor allem daran, dass Baugrundstücke in Aachen deutlich teurer sind als im früheren Kreisgebiet. Deshalb gibt es in Aachen einen Ballungsraumzuschlag”, erklärt Büchler. Bedeutet konkret: Während eine Familie mit einem Kind und einem Jahreseinkommen von 25.800 Euro etwa in Stolberg ein Förderdarlehen von 77.000 Euro erhalten kann, gibt es für die Aachener Familie günstige Darlehen in Höhe von 102.000 Euro.

Mit den insgesamt 27 Millionen Euro Fördermittel sind laut Zink übrigens Bauprojekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von über 60 Millionen Euro angestoßen worden. „Und das sichert Arbeitsplätzen in der Region.”
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