Monschau/Aachen - Mit dem Zeichenstift durch die Region

Mit dem Zeichenstift durch die Region

Von: P. St.
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Freuen sich auf die gemeinsame Ponsart-Ausstellung in Monschau und Aachen: Ausstellungskuratorin Dr. Nina-Mika Helfmeier (v.l.), Sammler und Historiker Hans-Gerd Lauscher und Sibille Spiegel von der Aachener Lousberg-Gesellschaft. Foto: P. Stollenwerk

Monschau/Aachen. Noch immer nicht sind alle künstlerischen Schätze gehoben, die in der Region in früherer Zeit produziert wurden. Vorübergehend in Vergessenheit geraten, stellen sie aus heutiger Sicht neben ihrem kulturellen Wert auch wunderbare Zeitdokumente dar.

Dies trifft auch auf das lithografische Werk von Jean Nicolas Ponsart (1788 bis 1870) zu. Der aus Malmedy stammende Künstler hat rund 160 Blätter hinterlassen, die Bauwerke und Landschaften aus der Region Rhein-Maas-Mosel zeigen. Heute wirken die Lithografien wie eine Zeitreise in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts und zeigen Blicke auf bekannte Landstriche aus einer längst vergangenen Perspektive.

Vom 27. März bis zum 2. Mai zeigt das Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion (KuK) in Monschau in Kooperation mit der Lousberg-Gesellschaft Aachen eine umfangreiche Auswahl des Werkes von Jean Nicolas Ponsart. Während eine fast vollständige Präsentation in Monschau zu sehen ist, gehen 17 Duplikate in den Kersteneschen Pavillon am Lousberg.

Die Lousberg-Gesellschaft, ein 2003 gegründeter und heute 200 Mitglieder zählender Bürgerverein, der sich auf vielfältige Weise der Pflege und Erhaltung des Landschaftsparks Lousberg widmet, hörte zufällig von der Ausstellung. Die zweite Vorsitzende Sibille Spiegel knüpfte die Kontakte für die Doppelausstellung, denn Ponsart hat sich mit dem Zeichenstift damals unter anderem auch den repräsentativen Neubauten Aachens wie dem Elisenbrunnen oder dem Stadttheater gewidmet.

Zu Jean Nicolas Ponsarts Motiven zählen auch die Burgen in Monschau und Nideggen oder die Burg Eltz. Die präzise und manchmal virtuose Art, wie der Künstler die Bauwerke wiedergibt, machen den besonderen Reiz der Arbeit aus. Ponsart legte ein Kunststudium in Düsseldorf ab, später arbeitete er als Theaterdekorateur am 1825 fertig gestellten Aachener Stadttheater. In dieser Zeit wurde er zu den Lithografien der städtischen Sehenswürdigkeiten inspiriert.

„Keiner Stadt hat Ponsart so viel Ehre erwiesen wie Aachen”, sagt Hans-Gerd Lauscher vom Geschichtsvereins des Monschauer Landes. Er verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Ponsarts Arbeiten und wird anlässlich der beiden Ausstellungseröffnungen in Monschau und Aachen einführende Worte sprechen.

Ausstellungskuratorin Dr. Nina-Mika Helfmeier sieht in der Ausstellung einen konkreten Beitrag, den Gedanken der Städteregion Aachen auch auf kultureller Ebene zu praktizieren.

Die Ausstellung ist vom 27. März bis 2. Mai im KuK, Austraße 9 in Monschau, zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Vernissage ist am Samstag, 27. März, um 16 Uhr.

Im Lousberg-Pavillon wird die Ausstellung am Sonntag, 28. März, um 11 Uhr eröffnet. Dort ist sie bis zum 1. Mai zu sehen. Die Öffnungszeiten: mittwochs und samstags von 15 bis 17 Uhr.
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