Mehrgenerationenhaus soll weiter unterstützt werden

Von: Michael Grobusch
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Städteregion. Ein weiterer Punkt aus dem Strukturkonzept ist vom Tisch: Das beim Helene-Weber-Haus in Stolberg angesiedelte Mehrgenerationenhaus wird – anders als im vergangenen Sommer von Städteregionsrat Helmut Etschenberg vorgeschlagen – nun doch weiter von der Städteregion unterstützt.

Das hat der Städteregionsausschuss einstimmig beschlossen. Schon im vergangenen Jahr hatte die Politik den Verwaltungsvorschlag entschärft und die generelle Streichung der Zuschüsse ab 2017 abgelehnt. Stattdessen wurde die Entscheidung auf die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr verschoben.

Nun aber wurde früher als geplant ein Grundsatzbeschluss gefasst. Denn für das Mehrgenerationenhaus haben sich neue Perspektiven ergeben, die insbesondere im Zusammenhang mit der angestrebten Sozialraumplanung auch für die Städteregion von Interesse sind.

In eben diesem Bereich kann das Helene-Weber-Haus in Zukunft noch stärkere Akzente setzen, wie den überarbeiteten finanziellen und inhaltlichen Rahmenbedingungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu entnehmen ist. Demnach gibt es für jedes Mehrgenerationenhaus ab dem kommenden Jahr nur noch zwei statt vier Arbeitsschwerpunkte.

Das Helene-Weber-Haus hat sich zwischenzeitlich neben dem obligatorischen Themenfeld „Gestaltung des demografischen Wandels“ für den Schwerpunkt „Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte“ beworben. Drei Ziele sollen verfolgt werden: generationsübergreifende Arbeit, die Einbindung von freiwilligen Engagement und Sozialraumbindung.

Detaillierte Sozialraumplanung

Das passt bestens zu den Bemühungen der Städteregion, gemeinsam mit den regionsangehörigen Kommunen eine detaillierte Sozialraumplanung zu betreiben und daraus Handlungskonzepte abzuleiten. Die zuständige Dezernentin Edeltraud Vomberg hatte den neuen Ansatz im Mai im Gespräch mit unserer Zeitung vorgestellt und als Vorbild die Stadt Stolberg angeführt – Hauptsitz und wichtiges Wirkungsfeld des Helene-Weber-Hauses.

Mit Blick auf die weitere Förderung stellt sie fest: „Wir als Verwaltung sehen die Chance, mit Hilfe des Mehrgenerationenhauses Bedarfe, die im Rahmen der Sozialraumanalyse festgestellt werden, aufgreifen und bearbeiten zu können.“

Inzwischen steht fest, dass die Familienbildungsstätte mit ihrer Bewerbung erfolgreich war. Allerdings muss sie, um auch tatsächlich in den Genuss einer weiteren, zunächst vierjährigen Bundesförderung zu kommen und damit das Mehrgenerationenhaus fortführen zu können, bis spätestens 31. Oktober einen formellen Antrag stellen.

Und diesem wiederum muss die Zusage für die Kofinanzierung durch die Städteregion beigefügt sein. Ein Aufschub bis zur Verabschiedung des Haushaltes 2017, die mittlerweile erst für das nächste Frühjahr erwartet wird, kam angesichts der Vorgaben des Bundes somit nicht mehr in Frage.

Deshalb haben die Mitglieder des Städteregionsausschusses einstimmig beschlossen, für die kommenden vier Jahre weiterhin jeweils 10.000 Euro für das Mehrgenerationenhaus zur Verfügung zu stellen. Der Bund wird sich nach der zu erwartenden Bewilligung mit jährlich 30.000 beteiligen.

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