Mehr Durchblick beim Energieausweis

Von: Stefan Schaum
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Den Energieausweis transparent machen: Das wollen Energieberater Gerhard Weiß (l.) und Energierechtsberater Timo Sachsen. Foto: S. Schaum

Alsdorf. Ein Energieausweis für Gebäude ist an sich eine feine Sache. Dumm nur, dass so mancher gar nicht versteht, was alles in ihm steckt. Viele Werte, viele Zahlen – das sorgt für Verwirrung. Seit Mai ist der Ausweis im Fall eines Hauskaufs oder einer Neuvermietung verbindlicher geworden.

Und weil es seitdem noch mehr Fragen gibt, will die Verbraucherzentrale in Alsdorf das Thema jetzt möglichst transparent machen. „Energieausweise richtig verstehen“ ist die Aktion überschrieben. Das sei im Grunde keine große Kunst, sagt Energieberater Gerhard Weiß. „Der Ausweis ist ein richtig gutes Instrument, um Kauf- und Mietinteressenten einen Eindruck vom energetischen Zustand eines Hauses zu vermitteln.“ Deshalb wurden zum Mai deren Rechte gestärkt: Sollten Verkäufer oder Vermieter bis zu diesem Zeitpunkt einen Ausweis nur auf Wunsch vorzeigen können, sind sie nun dazu verpflichtet, ihn unaufgefordert vorzulegen. Auch in Immobilienanzeigen muss jetzt die Klassifizierung eines Gebäudes – von einem sehr gutem A+ bis zum schlechten H – notiert sein. Es sei denn, der Vorbesitzer oder Vermieter hat noch einen älteren Energieausweis, in dem diese Klassifizierung nicht enthalten war. Dann gelten nämlich Übergangsfristen, denn ein Ausweis bleibt zehn Jahre lang gültig.

Nicht geändert haben sich die Varianten, in denen der Ausweis erstellt werden kann. Zum einen gibt es den „Bedarfsausweis“, für den der Bedarf eines Gebäudes auf Grundlage der Gebäudehülle samt Beschaffenheit von Türen und Fenstern, der Größe und der Heizungsanlage errechnet wird. Zum anderen gibt es den „Verbrauchsausweis“, der den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre als Richtwert nimmt und somit stark vom Heizverhalten der bisherigen Nutzer abhängig ist. Genau deshalb favorisiert Gerhard Weiß ihn nicht, „denn das Heizverhalten ist immer sehr individuell“, – andererseits ist er in der Erstellung günstiger und wird daher von Gebäudeeigentümern und Vermietern favorisiert.

Eine jetzt aufgelegte, kostenlose Broschüre soll für mehr Durchblick beim Energieausweis sorgen. Die gibt es kostenlos in der Alsdorfer Beratungsstelle, Luisenstraße 35.

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