Würselen - Medizinisches Zentrum steht kurz vor wichtigem Etappenziel

Medizinisches Zentrum steht kurz vor wichtigem Etappenziel

Von: ben
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Ein kleiner Teil des neuen MZ: Der neu Hubschrauberlandeplatz ist bereits in Betrieb genommen. Am 23. März sollen wesentliche neu strukturierte Stationen folgen. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Am Donnerstag war Bauabnahme am Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion Aachen in Würselen Marienhöhe. Die Neuorganisation des MZ im Sinne eines Masterplans 2018 stehen unmittelbar vor einem wichtigen Etappenziel.

Am 23. März sollen die meisten neu organisierten Stationen im Haus Marienhöhe ihre Arbeit aufnehmen. Rund 50 Millionen Euro werden derzeit in den Umbau der Einrichtungen mit ihren Standorten in Marienhöhe und Bardenberg investiert. Nach wirtschaftlich bedrohlichen Zeiten sieht die Geschäftsführung das Haus wieder auf einem guten Weg.

Bauverzögerungen kombiniert mit Personaleinsparungen hatten in den vergangen Monaten für erhebliche Beeinträchtigungen des Betriebs gesorgt. „Doch es ist jetzt endlich absehbar, dass wir diese schwierige Phase hinter uns bringen“, sagt MZ-Geschäftsführer René A. Bostelaar. Zwar sei die Belastung für das Personal immer noch hoch, doch durch die Einstellung von Servicekräften und die Einrichtung neuer Sekretariate sei das Pflegepersonal entlastet worden. 18 Auszubildende, die demnächst ihr Examen an der Pflegeschule ablegen, sollen übernommen werden, „um auch ein Zeichen zu setzen, dass wir wirtschaftlich auf einem guten Weg sind“, sagt Bostelaar.

Die Träger des MZ, die Städteregion Aachen und die Knappschaft Bahn-See, haben mit dem kreditfinanzierten Umbau der Einrichtung einen riskanten Weg eingeschlagen. Doch die Investitionen scheinen sich zu rechnen. Der positive Trend, der sich bereits in den letzten beiden Quartalen angedeutet habe, setze sich fort, sagt Bostelaar. „Wir gewinnen Patienten und bewegen uns deutlich oberhalb des kalkulierten Wirtschaftsplans.“ Die neue Viszeral-Chirurgie in Marienhöhe, vor allem aber die Pulmologie (Lungenklinik) in Bardenberg hätte neue ökonomische Impulse gesetzt. „Mit der Pulmologie ist es uns gelungen, viele Patienten, die bislang im Franziskus-Hospital Aachen behandelt wurden, zu uns zu holen“, erklärt Bostelaar.

Bevor ab 23. März aber die Großbaustelle im Standort Marienhöhe der Vergangenheit angehören soll, müssen sich Patienten, Besucher und Personal noch einmal auf zwei Wochen mit starken Einschränkungen gefasst machen. Ab Montag wird nämlich im Erdgeschoss ein neuer Boden verlegt. Insgesamt zwei Wochen wird es dauern, bis sich die Patienten, ihre Besucher und Pfleger wieder uneingeschränkt im Erdgeschoss bewegen können.

Davon unangetastet ist die kurz bevorstehende Eröffnung einer sogenannten Premium-Station am 2. März für Patienten, die es sich leisten wollen, in Zimmern einquartiert zu sein, die mehr den Eindruck eines noblen Hotels als eines Krankenzimmers erwecken.

Für die allgemeinmedizinische Versorgung in der Städteregion bedeutender bleibt jedoch das Datum 23. März. Nicht zuletzt weil dann auch die Notaufnahme Bardenberg schließt, um die Notfallmediziner im Standort Marienhöhe zu bündeln. „Die notfallmedizinische Versorgung wird dann nur noch in Marienhöhe beheimatet sein“, sagt Bostelaar.

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