Städteregion - Marie, Maximilian und Leon ganz vorne

Marie, Maximilian und Leon ganz vorne

Von: Udo Kals und Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
Babys
Insgesamt erblickten im vergangenen Jahr rund 5450 Kinder das Licht der Welt.

Städteregion. Während Marie sowohl in Stadt und Kreis Aachen der beliebteste Mädchenname für Neugeborene im vergangenen Jahr war, unterschieden sich die Vorlieben bei den männlichen Vornamen deutlich.

Die meisten 2008 in Aachen geborenen Jungs sollen auf den Namen Maximilian hören (im Kreisgebiet auf Platz 12), zwischen Baesweiler und Monschau rangiert indes Leon auf dem ersten Platz (Aachen: Rang 10). Insgesamt erblickten im vergangenen Jahr rund 5450 Kinder das Licht der Welt.

Große Unterschiede

Dabei unterscheiden sich jedoch auch die Statistiken der Standesämter und Krankenhäuser im Kreisgebiet vor allem bei den Jungennamen. So findet sich etwa in Simmerath mit Mika ein Name auf Platz 2, der es kreisweit gar nicht in die Hitliste geschafft hat. In Stolberg waren im vergangenen Jahr vor allem auch die Namen Julian und Alexander beliebt, während in Eschweiler und Würselen neben Leon und Luca vor allem auch Joel, Elias und Felix gefragt waren.

Doch es gibt nicht nur Unterschiede innerhalb der Städteregion. Auch was den Rest der Bundesrepublik betrifft, scheinen die Eltern in Stadt und Kreis Aachen andere Vorlieben zu haben. Deutschlandweit liegen nämlich Hanna/h, Leoni/e, Lena, Mia und Lea/h sowie Leon, Lukas, Luca, Tim und Finn auf den ersten fünf Plätzen - und mit Blick auf die Top 5 in Stadt und Kreis gibt es kaum Übereinstimmungen.

Nur Luca, Leon und Lena finden sich in der Spitzengruppe wieder. Und überhaupt: Die hiesige Spitzenreiterin Marie schafft es bundesweit nicht in die Top 10.

Auffällig ist, dass die Renaissance traditioneller und religiös geprägter Namen anhält: Elisabeth, Emma, Lea, Julia oder Maria, David, Elias, Aaron, Lukas und Noah gehören in diese Kategorie. „Es gibt immer wieder Modeerscheinungen”, erklärt der Leiter des Aachener Standesamtes, Lothar Linden. „Im Jahr der Papstwahl schoss der Name Benedikt plötzlich weit nach oben. Aber das war nur von kurzer Dauer.”

Ein Trend, der andauert: Fast jedes zweite Kind erhielt 2008 gleich mehrere Vornamen, wobei es die meisten Eltern bei zwei belassen. Abstruse Fantasienamen kommen den Standesbeamten indes selten unter. Deutlich problematischer: In Aachen beispielsweise sind mittlerweile ein Drittel der Eltern ausländischer Herkunft: „Bei Unsicherheiten greifen wir regelmäßig auch zu kurdischen und arabischen Namensbüchern”, sagt Linden.

Letzte vorgerichtliche Instanz des Standesamts bei Streitigkeiten um die Namensgebung ist übrigens die Gesellschaft für Namenkunde an der Hochschule in Leipzig. Die nennt unter der Hotline 0900/1887735 ihre Sicht der Dinge beim Namen...
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