Lob für Kommunen und Aseag vom Blinden- und Sehbehinderten-Verein

Von: lo
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Aachen. Wer regelmäßig in der Städteregion mit der Aseag unterwegs ist, dem ist es bestimmt schon aufgefallen: Seit einiger Zeit werden in den Bussen die Haltestellen automatisch angesagt. Gerade für Sehbehinderte, die alleine unterwegs sind, ist dieser Service eine echte Hilfe.

Dass solche Neuerungen, die der Blinden- und Sehbehinderten-Verein Aachen Stadt und Land 1907 (BSV) in der Vergangenheit erreichen konnte, sehr wichtig sind, machte der Vorsitzende Paul Schürmann nun auf der Weihnachtsfeier des Vereins noch einmal klar. „Die Lebensqualität für Sehbehinderte ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen”, unterstrich Schürmann, der dem Verein seit 1997 vorsitzt.

Zur großen Betroffenheit vieler Gäste erklärte Schürmann jedoch anschließend, dass er nach der Mitgliederversammlung im kommenden März aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehe. Schürmann lobte die Aseag sowie die Kommunen der Städteregion für die zügige Umsetzung der 2007 abgeschlossen Zielvereinbarungen, stellte aber auch weitere Punkte heraus, die der Verein erfolgreich anregen und umsetzen konnte.

Die Stadt Aachen etwa bietet - als erste in ganz Deutschland - ein Leitsystem für Sehbehinderte an: Mit Hilfe eines Walkmans werden sie durch die Stadt geführt und lernen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt kennen. Auch die Ausstattung von 25 Kreuzungen mit blindengerechten Signalanlagen, die Barrierefreiheit am Hauptbahnhof und am Bahnhof Rothe Erde kann der BSV für sich verbuchen.

Die nächste Verbesserung, die der BSV anregen will, betrifft vor allem Krankenhäuser und Behörden, wie Schürmann erklärt: „Es wäre wichtig, dass in Aufzügen das Stockwerk angesagt wird - im Klinikum ist dies schon der Fall.”
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