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Land-FDP setzt auf personelle Kontinuität

Von: Christoph Hahn
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Beim Städteregionsparteitag am Blausteinsee in ihren Ämtern bestätigt: Schatzmeister Heiner Breuer (Würselen; v.l.), Vizevorsitzender Christoph Pontzen (Herzogenrath), der Stolberger Bernd Engelhardt, gleichfalls stellvertretender Vorsitzender, Schriftführerin Peggy Kohlhaas (Baesweiler) und der wiedergewählte Vorsitzende Dr. Werner Pfeil aus Würselen. Foto: Christoph Hahn

Städteregion. „Eine volle Tagesordnung und ein vielfältiges Programm“: Dr. Werner Pfeil (Würselen), der alte und neue Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei in der Städteregion Aachen, brachte den Parteitag am Samstag im „Seehaus 53“ am Blausteinsee unweit von Eschweiler-Dürwiß schon in seiner kurzen Begrüßung so auf den Nenner.

Rund 40 stimmberechtigte Liberale widmeten sich im Verlauf der dreistündigen Veranstaltung vor allem umfangreichen Wahlen von Vorstandsmitgliedern und Parteitagsdelegierten. Der Vorsitzende und der gleichfalls aus Würselen stammende Schatzmeister Heiner Breuer, die wie die gesamte Führungsriege in ihren Ämtern bestätigt wurden, gaben zudem in ihren Rechenschaftsberichten Einblicke in die Entwicklung während der zurückliegenden zwölf Monate.

Pfeil, der zusammen mit dem Aachener Georg Helg die FDP-Fraktion im Parlament der Städteregion Aachen bildet, lenkte die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zuerst auf die Vorbereitungen zu den 2017 stattfindenden Wahlen zum Bundes- und zum NRW-Landtag. Von den Kommunikationsstrategien im Umgang mit den eigenen Mitgliedern her gibt sich die Partei den Worten ihres Vorsitzenden zufolge sehr modern und setzt vor allem auf eine dezidierte Ansprache mittels Sozialer Medien wie Facebook.

Die Arbeit der Fraktion im früheren Kreishaus in Aachen habe „im Zeichen der Haushaltskonsolidierung“ gestanden, resümierte Pfeil weiter. Darüber hinaus sei es ihm und seinem Mitstreiter gelungen, den Bestand der Müllverbrennungsanlage in Weisweiler zu sichern. Überdies bekannte sich der Politiker und Rechtsanwalt zum Medizinischen Zentrum (MZ) mit seinen Standorten in Bardenberg und Würselen – aber: „Es muss sich rechnen.“ Nicht minder eindeutig ist die Position zum umstrittenen belgischen Atomkraftwerk Tihange: „Wir wollen ein sicheres Kernkraftwerk!“ Mit ihrer Klage habe „die Städteregion eine ganz gute Entscheidung getroffen“.

Auch zur anderen Punkten nahm der Freie Demokrat eine deutliche Position ein: „Deutschland hat eine Million Flüchtlinge aufgenommen – und ich denke, das war auch richtig so.“ In der Zukunft komme es darauf an, „eine gesamteuropäische Lösung“ zu finden. Und an einem ließ Werner Pfeil in diesem Zusammenhang keinen Zweifel zu: „In der Städteregion ist kein Platz für Rassismus!“

Schatzmeister Heiner Breuer schlug in seiner Rede eher gedämpfte bis dunkle Töne an – vor allem, weil die Zahl der FDP-Mitglieder im Bereich der Städteregion vom 1. Januar 2015 bis zum 1. Januar 2016 von 214 auf 196 zurückgegangen ist. Für den Würselener ist damit das Limit erreicht. Um wieder in einen positiven Trend zu kommen, forderte das Vorstandsmitglied: „Die 200 ist eine Grenze, wo ich hoffe, dass es danach einmal besser wird.“ Zudem müssten bei den Wahlen im kommenden Jahr bessere oder „richtig fette“ Ergebnisse und damit einhergehende öffentliche Geldzuweisungen her. Anderenfalls befürchtet Breuer: „Wenn wir 2017 die nötigen Prozente nicht erreichen, steht es wirklich schlecht um die Partei.“

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