Kunst und Kultur sollen festen Platz in Schulen behalten

Von: Sarah Thelen
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Aachen. Kunst und Kultur in der Schule sollen in der Städteregion nicht zu kurz kommen - so will es Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

„Kunst und Kultur fördern das ästhetische Empfinden von Kindern und Jugendlichen und beeinflussen deren soziale Entwicklung nachhaltig positiv”, sagt er, „und deshalb werden wir in der Städteregion das Angebot an Kunstprojekten in Schulen in jedem Fall fortführen.”

Bislang erreicht die Stabsstelle Kultur der Städteregion mehrere tausend Schüler pro Schulhalbjahr in Tanz-, Theater-, Literatur- und Gestaltungsprojekten, 50 vom Land NRW geschulte Künstlerinnen und Künstler aus der Städteregion sowie aus den Niederlanden und Belgien entwickeln die Kunstprojekte für alle Schulformen.

Im Schuljahr 2008/09 konnten 23 von 32 Förderanträgen bei einem Fördervolumen von 44.000 Euro bewilligt werden, 30 Schulen hatten sich beworben. Im laufenden Schuljahr stellten bereits 45 Schulen einen Förderantrag, auch hier konnten 23 Anträge bewilligt werden, das Fördervolumen lag bei 47.350 Euro.

„Die Zahl der Antragsteller hat sich in zwei Jahren fast verdoppelt, die landesweite Rankingskala führen wir in der Städteregion damit deutlich an”, erläutert Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle für Kultur, empirische Forschung und Gleichstellung. Doch nicht ausschließlich über klassische Kunstformen wie etwa die Malerei versucht man, die Kinder für eine Auseinandersetzung mit der eigenen sowie mit fremden Kulturen zu begeistern.

Auch der Einsatz von Film, Internet und elektronischen Medien sowie aktuelle Trends der Jugendkultur spielen eine Rolle: „Wir versuchen, wichtige geschichtliche oder kulturelle Themen über Kanäle zu erreichen, zu denen die Jugendlichen bereits einen Zugang haben”, erklärt Mika-Helfmeier. Bei Bewegungsprojekten etwa sind das HipHop und Rap, in Literaturprojekten erfinden Kinder anstelle eines gedruckten ein digitales Buch. „Kinder, die sich kreativ ausleben können, beschäftigen sich gleichzeitig intensiv mit ihrem Selbst und steigern dabei ihr Selbstbewusstsein”, betont Etschenberg.
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