Kulturelle Feinkost im Jubiläumsjahr 2013

Von: Thomas Vogel
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Frau mit Pfeife (1983) von Fotografin Dana Gluckstein. Die international anerkannte Künstlerin wird ihre Bilder nach der Ausstellung in Monschau (ab 7. September) bei den Vereinten Nationen und in Los Angeles zeigen. Foto: nach der Ausstellung in Monschau (ab 7. September) bei den Vereinten Nationen und in Los Angeles zeigen.

Aachen/Monschau. Das wird ein spannendes Jahr – zumindest aus kultureller Sicht und soweit es den Wirkungsbereich des Kunst- und Kulturzentrum (Kuk) der Städteregion in Monschau betrifft. Das zumindest verspricht das Ausstellungsprogramm der Einrichtung, das Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin des Amts für Kultur und Empirische Forschung, mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg Anfang der Woche vorgestellt hat.

Wie die zurückliegenden zehn Jahre seit Bestehen des KuK zeigen eine Versprechung, mit deren Erfüllung Kunst- und Kulturbegeisterte fest rechnen dürfen. Den Auftakt bildet eine Ausstellung mit dem Titel „Ausbruch aus der Provinz“. In ihrer Konzeption mit drei Standbeinen wird dem Jubiläumsjahr des Zentrums Rechnung getragen. In einer Rückschau passieren die Ausstellungsperlen der vergangenen Dekade Revue.

Zahlen bestätigen Erfolg

Hochrangige Künstler konnte Dr. Nina Mika-Helfmeier bereits für Ausstellungen in Monschau gewinnen, unter ihnen Namen von internationalem Rang wie Jim Rakete, Anton Corbijn oder Jürgen Klauke. Dazu passt die Resonanz: 2011 waren rund 36.000 Besucher in das Kunst- und Kulturzentrum geströmt, um die präsentierten Werke zu sehen, im vergangenen Jahr kamen sogar 37.000 Menschen.

Die zweite Säule der Ausstellung geht – und das bereits im Titel – auf die Philosophie des Hauses ein. Wichtige Kunstwerke werden nicht in den zentralen Galerien der Metropolen ausgestellt, sondern in Monschau. Der Ort ist dabei nur geographisch als Provinz zu verstehen. Nicht aber als Provinz im Sinne einer mentalen Ferne zu dem, was Kultur und Gesellschaft entwickelt und verändert.

Das birgt neue Perspektiven, für Besucher aber auch für Künstler und Aussteller. Mika-Helfmeier: „Die Kuk-Philosophie ist, große Kunst in klischeelosen Räumen zu zeigen, ohne die Kunst der Region aus dem Blick zu verlieren“. Diesen Bogen schlägt, wie zum Beweis, das dritte Standbein der Ausstellung. Aktuelle Positionen von neun Künstlern, die aus der Region stammen oder dort arbeiten, sollen neue Impulse liefern. Der Rahmen bleibt der gleiche – egal ob Star in der Kunstszene oder Debütant. Die Werke stehen gleichwertig nebeneinander.

Die Ausstellungseröffnung am 9. Februar wird nach der Vernissage um 16 Uhr mit einer Jubiläums-Feierstunde begangen, zu der nicht nur Wegbegleiter des Kuk der vergangenen Jahre, sondern auch Künstler, die dort ausgestellt haben, erwartet werden – für ein persönliches Zwischenfazit oder ein Gespräch. Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, wird die Feierstunde moderieren.

Die „documenta 6“ von 1977 bezeichnet Mika-Helfmeier als Urknall der Alten Leipziger Schule. Die mittlerweile dritte Generation, auch als Neue Leipziger Schule bekannt, wird mit vier Vertretern in Monschau ausstellen und ihr Spiel mit bekannten Techniken und Genres präsentieren.

Eine herausgehobene Stellung genießt der Cartoon-Wettbewerb des Kunst- und Kulturzentrums – und das weltweit. Mit 10.000 Euro ist er der bestdotierte Wettbewerb seiner Art auf dem Planeten. Ab Juni werden die besten Einsendungen der bereits 7. Ausgabe zu sehen sein. Dazu werden Ausschnitte der Ausstellung „Beste Bilder 2012“ der Caricatura Kassel präsentiert. Nelson Mandela, Michael Gorbatschow, Muhammed Ali – sie alle haben sich von Dana Gluckstein fotografieren lassen. In der Ausstellung „Dignity – Die Würde des Menschen.

Fotografien von Dana Gluckstein“ sollen ihre Portraits als Hommage an den Menschen verstanden und betrachtet werden. In Deutschland sind die Werke aus Anlass des 50. Geburtstages von Amnesty International zu sehen.

Er ist einer der wichtigsten und einflussreichsten zeitgenössischen Bildhauer seiner Heimat, den Niederlanden: Henk Visch. Auf der Documenta und Biennale hat er bereits ausgestellt, Ende Oktober werden seine witzigen und hintergründigen Skulpturen nach Monschau reisen.

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