Simmerath - Krebsrisiko: Die Schattenseiten des Sonnenlichts

Krebsrisiko: Die Schattenseiten des Sonnenlichts

Von: ath
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Hautkrebsrisiko mindern: Ungeschützt sollte man sich nicht der prallen Sonne aussetzen. Bei Männern tritt der „schwarze Hautkrebs“ oft am Rücken auf, bei Frauen häufig am Unterschenkel. Foto: imago/bonn-sequenz

Simmerath. Endlich Sommer! Steigen die Temperaturen und strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel, dann steigt bei den meisten Menschen auch die Laune und es zieht sie hinaus ins Freie. Auslöser für unser Wohlbefinden ist unter anderem die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts. Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten: Die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts ist auch der Hauptrisikofaktor für Hautkrebs.

Sie ist wichtig für die Bildung von Vitamin D, das wiederum wichtig ist für die Vorbeugung von Osteoporose und Darmkrebs. Gleichzeitig kann die Sonnenstrahlung aber auch gefährlich sein. Im Rahmen unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ informieren am morgigen Mittwoch, 17. August, Dr. Knuth Rass, Chefarzt des Zentrums für Venen und Haut an der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath, sowie die Oberärztin des Zentrums, Dr. Sandra Förster, über Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Hautkrebs.

Beim Hautkrebs unterscheiden Mediziner hauptsächlich „weißen, hellen“ und „schwarzen“. Als „weißen Hautkrebs“ bezeichnet man sogenannte Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome. Sie treten auf den „Sonnenterrassen“ der Haut – Kopfhaut, Stirn, Nasenrucken, Ohrmuschel, (Unter)Lippe, Handrucken – auf. Basalzellkarzinome erkennt man an hautfarbenen bis rötlichen Knötchen oder rötlichen Flecken und einer glatten, glänzenden Oberfläche. Typisch sind feine Äderchen im Tumor.

Plattenepithelkarzinome zeigen sich als hautfarbene bis rötliche Knoten mit warzenartiger oder krustiger Oberfläche, die empfindlich sind und bluten können. Eine Vorstufe sind sogenannte aktinische Keratosen, das sind hautfarbene, bräunliche oder rötliche raue Flecken mit festhaftenden Schuppen, Krustenbildung oder Verhornung.

Die bekanntere Variante ist der „schwarze Hauskrebs“ oder das maligne Melanom. Sie erkennt man anhand der ABCD-Regel: Asymetrie, unregelmäßige Begrenzung, Colorit (zwei oder mehr Farben) und Durchmesser (mehr als fünf Millimeter). Das Wachstum ist flächig oder knotig und geht über Wochen bis wenige Monate. Melanome treten bei Frauen häufig am Unterschenkel und bei Männern am Rücken auf. Sie können aber prinzipiell überall am Körper entstehen.

Das Risiko einer Hautkrebserkrankung ist abhängig von mehreren Faktoren wie Hauttyp oder Intensität des UV-Index (Intensität der ultravioletten Strahlung). Letzterer gibt an, wie lange wir uns in der Sonne aufhalten dürfen, ehe wir einen Sonnenbrand riskieren. Je höher er ist, desto vorsichtiger sollten besonders Menschen mit heller Haut und rötlichen und blonden bis hellbraunen Haaren sein.

Zur Vorbeugung empfehlen Fachleute, die Sonne bei hohem UV-Index zu meiden (insbesondere in der Mittagszeit), Kleidung zu tragen, die vor UV-Strahlen schützt und einen zum jeweiligen Hauttyp, Vorbräunung und UV-Index passenden Sonnenschutz zu verwenden sowie sich nicht länger in der Sonne aufzuhalten, als es die Eigenschutzzeit der Haut zulässt. Auf jeden Fall sollte man einen Sonnenbrand vermeiden.

Die Spezialisten des Zentrums für Haut und Venen beantworten morgen von 16 bis 18 Uhr Fragen unserer Leser. Die Nummern, unter denen sie zu erreichen sind, geben wir morgen bekannt.

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