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Kommentiert: Handwerklicher Fehler

Ein Kommentar von Karl Stüber

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat die Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See in Sachen Krankenhausstandort Bardenberg offenbar nicht intensiv genug informiert.

Er hat auf dortige Befindlichkeiten und wirtschaftliche Interessen nicht ausreichend Rücksicht genommen. Das ist ein handwerklicher Fehler. Der gleichberechtigte Gesellschafter des Medizinischen Zentrums Würselen fühlt sich durch den Beschluss des Städteregionsrates über den „Masterplan II“ offensichtlich überfahren.

Die Knappschaft ist an vielen Krankenhäusern beteiligt. Sie hat natürlich ein Interesse daran, dass die Erträge stimmen und wirtschaftliche Risiken überschaubar sind. Das Veto aus Bochum wiegt schwer und geht über die Verstimmung, nicht umfassend informiert worden zu sein, weit hinaus.

Die erfahrenen Kaufleute dort warnen vor einer Überschuldung des MZ. Sie befürchten, dass das Krankenhaus die im Zuge der aufzubringenden 31,5 Millionen Euro trotz (möglicher) Förderung der öffentlichen Hand die Investitionen nicht erwirtschaften kann. Denn geschenkt wird nichts. Kredite müssen vom MZ über Jahre abgestottert werden. Bürgschaften sollen nicht fällig werden.

Die „Operation MZ“, der Umbau hin zu einem zukunftsfesten Krankenhaus, findet im laufenden Betrieb und am offenen Herzen statt. Der Patient darf dabei nicht kollabieren.

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