12482273.jpg

Kommentiert: Datenchaos

Ein Kommentar von Jutta Geese

Wieder einmal müssen die Kommunen Fehler von „denen da oben“ ausbügeln. Im Fall der nicht registrierten Flüchtlinge ist nicht mal klar, wer schuld an dem Chaos ist.

Der Bund? Das Land? Beide gemeinsam? Niemand? „Egal“, sagt die Leiterin des vielgescholtenen städteregionalen Ausländeramtes, Gabriele Grünewald. „Wir können hadern über alles, was schiefgelaufen ist. Fakt ist: Es muss in Angriff genommen werden.“

Eine solche Einstellung ehrt sie. Auch, dass sie lieber von Überforderung der zuständigen vorgesetzten Behörden als von Schlamperei spricht. Als Außenstehende aber fragt man sich: Wie kann es sein, dass Bund und Land im digitalen Zeitalter nicht in der Lage sind, wie und wo und von wem auch immer erhobene Daten auszutauschen? Wie kann es sein, dass Menschen, die eine traumatische Flucht hinter sich haben, monatelang sich selbst überlassen bleiben?

Klar, sie haben ein Dach über dem Kopf und erhalten Geld zum Leben. Mehr aber auch nicht. Viele von ihnen leben zudem seit Monaten in der Ungewissheit, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Wären da nicht die vielen, vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in den Kommunen, wären sie in einer für sie völlig fremden Welt ganz auf sich allein gestellt.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert