Städteregion/Simmerath - Katastrophenschutz: Der Ernstfall will ordentlich geprobt sein

Katastrophenschutz: Der Ernstfall will ordentlich geprobt sein

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Fit für den Ernstfall: Im Katastrophenschutzzentrum in Simmerath wurden von städteregionalen Einsatzkräften drei sogenannte Patientenablagen geübt. Foto: Ralf Hoffmann

Städteregion/Simmerath. Die Städteregion Aachen hat jetzt eine Übung für drei „Patientenablagen“ im Katastrophenschutzzentrum in Simmerath abgehalten. Diese Art der Notfallversorgung wird regelmäßig geprobt, denn bei einer größeren Anzahl von Verletzten reichen die für die alltäglichen Notfälle vorgehaltenen Rettungsmittel oft nicht aus.

Bei größeren Gefahrenlagen können die Rettungsdienste auf sogenannte Patientenablagen zurückgreifen. Diese bestehen aus jeweils zehn Einsatzkräften des Sanitätsdienstes, die mit einem Gerätewagen-Sanitätsdienst und einem weiteren Fahrzeug innerhalb von 30 Minuten von ihrem jeweiligen Standort ausrücken können müssen.

Mit der auf den Fahrzeugen mitgeführten Ausstattung wird am Einsatzort ein Zelt zum Schutz vor weiteren witterungsbedingten Einflüssen sowie eine festgelegte Anzahl von Tragen mit der entsprechenden medizinischen Ausstattung zur Versorgung der Patienten aufgebaut. Die Patientenablage befindet sich an der Grenze eines Gefahrenbereiches, an der Verletzte gesammelt und erstversorgt werden. Dort werden sie dem Rettungsdienst zum Transport an einen Behandlungsplatz oder weiterführende medizinische Versorgungseinrichtungen übergeben.

Ziel der Übung war, die Kenntnisse des Personals, die zeitlichen Abläufe, sowie die vorhandene Ausstattung zu überprüfen. Die Einsatzkräfte, die in der erforderlichen Zahl mit ihren Fahrzeugen pünktlich vor Ort eintrafen, waren mit der Konzeption bereits vertraut.

Der Aufbau verlief reibungslos. Punktuelle Verbesserungsmöglichkeiten gab es bei der Stabilisierung der Zelte, der Registrierung der Helfer und der Sicherstellung der kommunikationstechnischen Ausstattung des Einsatzleitfahrzeuges.

Der diensthabende leitende Notarzt, Dr. Norbert Mussmann vom Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg, und der organisatorische Leiter Rettungsdienst, Guido Offermanns vom Deutschen Roten Kreuz, nahmen die drei Patientenablagen schließlich in Empfang.

Dr. Joachim Habers und Claus-Bert Lennartz von der ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes der Städteregion Aachen, Markus Heim, Geschäftsführer der „DRK gemeinnützigen Rettungsdienstgesellschaft mBH Städteregion Aachen“ sowie Elke Schloemer und Rolf Lennartz vom Amt für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz der Städteregion Aachen verfolgten die Übung.

Marlis Cremer, Leiterin des Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, dankte allen an der Übung beteiligten Einsatzkräften für ihr großes Engagement.

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