Jugendzeltplatz soll vor dem Aus bewahrt werden

Von: Michael Grobusch
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Städteregion. Der Jugendzeltplatz Tiefenbachtal steht bei Gruppen hoch im Kurs. Wunderschön gelegen zwischen Simmerath und Huppenbroich, bietet das Gelände direkt am Wasserlauf bis zu 100 Gästen Platz. Doch der Jugendzeltplatz ist in die Jahre gekommen.

Das ruft jetzt die Städteregion auf den Plan. Sie sieht die Existenz der Anlage stark gefährdet und will deshalb kurzfristig in die veraltete Infrastruktur investieren. „Es besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Zur Sicherung des Weiterbetriebs müssen bis zum 1. Mai Sofortmaßnahmen ergriffen werden“, schlagen Uwe Zink und Markus Terodde Alarm.

225.000 Euro müssen nach Aussage der städteregionalen Dezernenten außerplanmäßig aufgebracht werden, um das zum Zeltplatz gehörende Gebäude zu sanieren. 85.000 Euro sollen zunächst in die Kesselanlage und die Erneuerung der defekten Solaranlage sowie in die Erneuerung des undichten Daches und von Teilen der Außenfassade fließen. Auf eine formale Ausschreibung will die Städteregion wegen des Zeitdrucks verzichten.

„Doch um die dauerhafte Nutzung sicherstellen zu können, sind weitere energetische Maßnahmen erforderlich“, betont Uwe Zink. Sie schlagen nochmals mit 140.000 Euro zu Buche. Dazu gehören der Austausch sämtlicher Türen und Fenster, die energetische Sanierung der Fassade, die Sanierung der elektrischen Anlagen sowie Investitionen in die Warmwasserversorgung und die Sanitäranlagen.

Über die Notwendigkeit der Maßnahmen besteht offenbar Einigkeit. Das Maßnahmenpaket wurde nach einem Ortstermin geschnürt, an dem die Gemeinde Simmerath als Eigentümerin des Grundstückes, der DPSG-Stamm Maximilian Kolbe Lammersdorf als Träger und die Städteregion teilgenommen haben. „Alle Beteiligten wollen den Jugendzeltplatz erhalten und befürworten die geplante Sanierung“, berichten Uwe Zink und Markus Terodde. „Der Platz leistet einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktur für junge Menschen in der Städteregion.“

Deren Rechtsvorgänger, der Kreis Aachen, hat die Trägerschaft der Anlage zwar schon 2001 an die DPSG abgegeben. Doch Betreiber ist weiterhin die Städteregion. Gekostet hat sie das in den vergangenen Jahren nichts. Denn der 2001 geschlossene Vertrag sieht vor, dass die Gemeinde Simmerath den Pfadfindern das Gelände unentgeltlich zur Verfügung stellt und diese wiederum die Verantwortung für Inspektionen, Wartungen, technische Prüfungen sowie Instandhaltungsarbeiten übernimmt. Die Betriebskosten sollen durch die Einnahmen sowie Sponsorengelder gedeckt werden, was laut Zink seit 2001 geschehen ist. „Und von der Städteregion finanzierte Maßnahmen hat es in den letzten Jahren nicht gegeben.“

Das dürfte sich nun ändern – vorausgesetzt, der Städteregionstag wird dem Vorschlag der Verwaltung am 17. März folgen. Eine erste Beratung ist bereits heute im Bauausschuss vorgesehen. Dann wird auch zur Sprache kommen, dass die Verwaltung 90 Prozent, der Investitionssumme, also 202.500 Euro, über Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm des Bundes abdecken will. „Das geht allerdings nur, wenn die Nachhaltigkeit der Maßnahme über die Dauer der Zweckbindung gewährleistet wird“, betont Zink. Um dies sicherzustellen, soll sich die Städteregion – unabhängig vom Träger – zum Weiterbetrieb des Jugendzeltplatzes in den kommenden zehn Jahren verpflichten. Gleiches gilt für die Verpachtung des Grundstückes durch die Gemeinde Simmerath.

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