Jobcenter-Mitarbeiter soll sechsstelligen Betrag veruntreut haben

Von: Ottmar Hansen
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Schwere Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter der Arge in der Städteregion Aachen: Er soll Gutscheine der Arge für ein Kinderspielzeuggeschäft abgezweigt haben und insgesamt einen sechsstelligen Betrag veruntreut haben. Foto: dpa

Eschweiler/Stolberg. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Sachbearbeiter des Jobcenters der Städteregion Aachen, der eine größere Summe veruntreut haben soll. Wie Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg am Freitag auf Anfrage mitteilte, handelt es sich um einen höheren sechsstelligen Betrag.

In das Verfahren involviert sind weitere Mitarbeiter der Arge. Der Täter ist mit äußerster krimineller Energie vorgegangen und hat sich die Gutgläubigkeit seiner Kollegen zunutze gemacht.

Laut Staatsanwaltschaft wurde das meiste Geld in der Zeit zwischen September 2012 und Februar 2013 veruntreut. Der 34 Jahre alte Tatverdächtige aus Eschweiler war am Stolberger Standort des Jobcenters eingesetzt. Nach Informationen der Redaktion soll der beschuldigte 34-Jährige auf großem Fuß gelebt haben. Für seine Familie soll er etwa Gutscheine der Arge für ein Kinderspielzeuggeschäft abgezweigt haben.

Den Betrugsfällen kam das Jobcenter schließlich selbst auf die Spur. „Der Fall wurde durch eine hausinterne Revision aufgedeckt“, teilte Geschäftsführer Stefan Graaf am Freitag gegenüber der Redaktion mit. Der Mitarbeiter sei anschließend sofort fristlos entlassen worden. „Die Kollegen im Haus sind immer noch sehr geschockt“, so Graaf. „Ich hoffe, dass der Täter seine gerechte Strafe findet.“

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es in den nächsten Wochen zum Abschluss der Ermittlungen und damit zur Anklageerhebung kommt. Die Stadt Eschweiler wollte sich zum Fall nicht äußern. Im Stolberger Rathaus zeigte sich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler bestürzt über den Betrugsfall, der sich im Nachbarhaus zugetragen hat.

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