In Pflegekursen mehr als 3500 Angehörige geschult

Von: Svenja Pesch
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Städteregion. Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 72 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden in den Kommunen des ehemaligen Kreises Aachen zu Hause gepflegt, die weitaus meisten von ihren Angehörigen. Damit liegt der Altkreis deutlich über dem Landesdurchschnitt von rund 66 Prozent.

Für die pflegenden Angehörigen stellt die Situation oftmals eine große Belastung dar. Um sie zu entlasten und die Pflege zu optimieren, ist ein umfangreiches Pflegekursangebot sowie die Vernetzung der vielfältigen Aktivitäten eine Grundvoraussetzung. Zwischen Baesweiler und Monschau bietet das Amt für Altenarbeit in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg bereits seit Ende der 1990er Jahre Pflegekurse für Angehörige an. Bislang wurden schon mehr als 3500 Menschen geschult.

In den zwei Mal wöchentlich vormittags stattfindenden Pflegekursen wird theoretisches und praktisches Wissen rund um den großen Bereich der Pflege vermittelt. Zudem gibt es Auffrischungskurse, wie etwa die eintägigen Kompaktkurse zum Thema Demenz. Meist sind es Frauen, die die Angehörigen betreuen und dabei oft ihre eigenen Bedürfnisse vollkommen zurückstellen. Sie sollen in den Kursen auch lernen, ihre eigenen Anliegen zu verfolgen. Angesichts des demografischen Wandels wird es in Zukunft immer mehr alte, zu betreuende Menschen geben und immer weniger junge Menschen. Umso wichtiger sei es, die Menschen zu stärken, die Pflege zu Hause durchführen, sagt Heinz Müller, Leiter des Amtes für Altenarbeit der Städteregion.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenlos. Manfred Wüller von der AOK-Regionaldirektion betont, dass alle Kurse ein einheitliches Ziel verfolgen: „Uns ist es wichtig, zur häuslichen Pflege die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen. Die pflegenden Angehörigen müssen unterstützt werden. Deshalb werden die Kurse in der Region flächendeckend angeboten. Durch die festen Partner gibt es keine Konkurrenz-Angebote und alle arbeiten auch an verschiedenen Orten zusammen.“

Zu diesen Partnern gehört inzwischen auch das Helene-Weber-Haus in Stolberg, in dem am Mittwoch, 10. April, ein neuer Kurs beginnt. „Wir leisten katholische Bildungsarbeit und sind ein Mehrgenerationenhaus, das sich vor allem seit den letzten zwei Jahren verstärkt für den Bereich Demenz und Pflege interessiert und einsetzt“, erzählt Geschäftsführerin Astrid Natus-Can. Für den Kurs ab kommende Woche – jeweils mittwochs und freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr im Helene-Weber-Haus, Oststraße 66 in Stolberg – werden noch Anmeldungen unter Telefon 0241/5198-5454 entgegengenommen.

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