Städteregion - Helle Köpfe: Grundschüler lassen Eltern in der RWTH staunen

Helle Köpfe: Grundschüler lassen Eltern in der RWTH staunen

Von: Neele Kremer
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Alles „Helle Köpfe“: Zum Abschluss trrafen sich die jungen Teilnehmer in der Hochschule. Foto: Andreas Schmitter

Städteregion. Bis zum Mond sind es ungefähr 38.400 Kilometer. Ein Blatt ist 0,1 Millimeter dick. Wie oft müsste man Papier falten, bis es zum Mond reicht? 32 Grundschulkinder standen im Hörsaal der RWTH und lösten wie selbstverständlich knifflige Rechenaufgaben wie diese. Die Eltern schauten zu, und ihr Staunen ließ sich kaum verbergen.

Große Fragezeichen schienen in den Köpfen nicht weniger Väter und Mütter zu sein. Im Gegensatz dazu ist den Dritt- und Viertklässlern die Begeisterung über die Aufgaben deutlich ins Gesicht geschrieben. Seit 14 Jahren eröffnet das Projekt „Helle Köpfe“ Grundschulkindern der Städteregion Aachen tiefere Einblicke in die Mathematik. Nachdem sich die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ein Jahr lang mit mathematischen Themen jenseits des Schulstoffs auseinandergesetzt hatten, erhielten sie nun ihre Urkunden.

Neben ihrem Staunen war den Eltern jedoch vor allem Stolz anzusehen, denn ihre Kinder haben bewiesen, dass sie rechnen können wie die Großen. Über Monate hinweg beschäftigten sich die Lehramtsstudentinnen Katja Koida und Kathrin Larisch mit den Kindern und brachten diesen spielerisch die Welt der Zahlen näher. Themenbereiche waren hier die Quadratzahlen, das Rechnen mit Unbekannten und die Unendlichkeit von Zahlen.

Prof. Johanna Heitzer vom Lehrstuhl der Mathematik an der RWTH ist seit 2013 Leiterin des Projekts. Ihr geht es hierbei vor allem darum, dass die matheaffinen Kinder selber kreativ probieren, Ideen sammeln, um so Probleme zu lösen. Sie ermutigt die Schulen in den kommenden Jahren, mehr Mädchen für die Teilnahme am Projekt zu nominieren: „Dieses Jahr waren von 32 Kindern nur sechs Mädchen dabei, nächstes Jahr würden wir gerne mehr Mädchen willkommen heißen“.

Dem achtjährigen Florian gefiel die Aufgabe mit dem Mond am besten. „Mathe ist wirklich toll und macht Spaß. Ich finde, dass die Aufgaben eigentlich ganz einfach sind, auch wenn man nicht glaubt, dass man ein Papier zwischen 41- und 42-mal falten muss, damit es bis zum Mond reicht“, erzählt der Drittklässler. Die Verantwortlichen haben somit ihr Ziel erreicht, „die Workshops und Themen haben den Kindern Spaß bereitet, und das ist für uns das Wichtigste“, so Heitzer.

 

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