„Haus der kleinen Forscher“: Fortbildung für Erzieherinnen

Letzte Aktualisierung:
9836614.jpg
Naturwissenschaftlichen Phänomen auf der Spur: Damit Erzieherinnen Kindern Spaß am Lernen vermitteln können, fördert der Verein „Bildungsengel“ deren Fortbildung. Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher)

Städteregion. Morgens schäumt die Zahncreme beim Zähneputzen, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita sieht man blühende Blumen, deren Knospen am Vortag noch geschlossen waren: Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern, und diese wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“.

Im lokalen Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ bietet das Bildungsbüro der Städteregion Workshops für Erzieherinnen zum altersgerechten Forschen mit Kindern ab drei Jahren an. Und die kleinen Forscher in der Städteregion erhalten jetzt weitere Unterstützung: Der Verein „Bildungsengel“, eine im Oktober vergangenen Jahres gegründete Initiative für Chancengerechtigkeit durch Bildung in der Städteregion, fördert ab sofort das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ .

Das Konzept sieht vor, dass die Kinder mit alltäglichen Materialien wie Trinkhalmen, Pipetten, Trichtern, Knete oder Luftballons experimentieren. Durch ihre Beobachtungen und Fragen lernen sie spielerisch, welche naturwissenschaftlichen Phänomene ihren Alltag bestimmen.

Gemeinsam etwas zu entdecken und zu forschen, fördert die Interaktion und schafft Anlässe zum Gespräch. Dadurch erwerben die Kinder ganz nebenbei Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und können ihre feinmotorischen Fähigkeiten sowie ihr Bewusstsein für das Gelernte weiterentwickeln.

„Je früher Kinder in ihren Fähigkeiten gestärkt werden, desto besser sind ihre Bildungschancen“, sagt Detlef Müller-Böling, Vorsitzender der „Bildungsengel“. „Das wollen wir vor Ort unterstützen und sehen besonderes Potenzial in der naturwissenschaftlichen Frühförderung.“ Aus diesem Grund finanzieren die „Bildungsengel“ beispielsweise zusätzliche Fortbildungen für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte in der Städteregion und fördern die Ausbildung zusätzlicher Trainerinnen.

Die Städteregion ist bereits seit 2011 Mitglied im bundesweiten Projekt „Haus der kleinen Forscher“. Mit thematischen Workshops und didaktischen Materialien unterstützt es pädagogische Fachkräfte dabei, Kita- und Grundschulkinder im Forschen und Lernen zu begleiten. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Workshops mit eigens für die Region qualifizierten Trainerinnen.

Bisher haben mehr als 300 pädagogische Fachkräfte aus rund 100 Kindertagesstätten in der Städteregion die Workshops besucht. Die Schirmherrschaft für das lokale Netzwerk haben Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, und Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, übernommen.

Das städteregionale Bildungsbüro ist Träger des lokalen Netzwerks. Es organisiert und koordiniert die Fortbildungen für die Erzieherinnen und begleitet die Zertifizierungsverfahren. Die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ können alle Kitas in Deutschland erhalten, die als Mitglied eines lokalen Netzwerks regelmäßig mit den Kindern experimentieren und naturwissenschaftliche sowie technische Fragestellungen fest in ihr Angebot einbinden.

Kooperationspartner im lokalen Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ sind derzeit die Stadt Würselen, das Energeticon in Alsdorf und das städteregionale Berufskolleg Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen .

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert