Hallencup: Endrunde ohne die Wildens

Von: Kevin Teichmann
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Hallencup
Der eine war gestern, der andere ist heute beim Hallencup gefordert: Eicherscheids Nico Wilden (links) und sein Bruder Tim vom SV Breinig.

Aachen. Der eine Wilden – nämlich Nico – spielte am Donnerstag mit Eicherscheid im von unserer Zeitung präsentierten Hallencup. Sein Bruder Tim ist am Freitag mit dem SV Breinig gefordert. Während Nico schwitzte, schaute Tim von der Tribüne in der Halle an der Neuköllner Straße aus gemütlich zu. Beide Gruppenspiele verlor der Landesliga-Aufsteiger, bei dem Nico spielt.

„Im ersten Spiel sind wir überrumpelt worden. Keiner will verlieren, aber das war dann doch ein wenig zu deutlich“, kommentierte er die 3:8-Pleite gegen den SV Eilendorf. Und Tim hatte auf der Tribüne natürlich den passenden Spruch parat, um seinen älteren Bruder ein wenig zu foppen: „Das sah nicht so gut aus. Eicherscheid hat gut einen auf den Deckel bekommen.“

Doch eigentlich drückte er Eicherscheid die Daumen: „Ich kenne durch Nico alle Spieler bei Eicherscheid. Sie hatten das Pech, ihre Chancen nicht zu nutzen.“ Im zweiten Spiel machte es die Germania da schon besser. Dennoch ging auch die Partie gegen Hertha Walheim verloren – wenigstens nur mit 2:5.

Am Freitag wird Nico definitiv noch Tim beobachten: „Na klar, der Hallencup ist ein schönes Erlebnis für alle. Die besten Teams treffen sich hier und dürfen sich auf einem anderen Belag beweisen als sonst. Da beobachten Tim und ich uns gerne auch gegenseitig.“ Anstatt den anderen immer nur in einer anderen Trikotfarbe auflaufen zu sehen, wäre es doch sicherlich auch eines Tages interessant, wenn die Brüder zusammen spielten. „Den Wunsch und die Überlegung dazu gibt es“, verrät Nico.

„Irgendwann“ soll es so weit sein. Doch das „irgendwann“ läge noch „in nicht absehbarer Zeit“, meint der 26-Jährige. Tim, der in 10 Tagen seinen 24. Geburtstag feiert, witzelt: „Wir spielen ja zumindest schon einmal in der gleichen Liga.“ Geht es nach Tim, wird damit aber auch schon nach Ende der Rückrunde wieder Schluss sein. Er wünscht Eicherscheid selbstverständlich den Klassenerhalt.

Mit dem SV Breinig könnte der Weg aber zurück in die Mittelrheinliga führen: „Wer das Wort ‚Aufstieg‘ nicht in den Mund nimmt, der guckt entweder nicht auf die Tabelle, oder er will wirklich nicht hoch“, lacht er und schiebt hinterher: „Es fällt beim Blick auf die Tabelle schwer, zu sagen, wir wollten nicht aufsteigen.“

Bis Freitagabend gilt der Fokus aber zunächst einmal dem Hallencup. „Wir spielen beide gerne in der Halle – das Hallenspiel, das durchaus anders vom Bewegungsapparat her ist, liegt uns“, sagt Tim. Doch wer ist eigentlich der bessere der beiden Wildens? „Ein solches Konkurrenzdenken gab es bei uns noch nie“, erklärt Tim. Selbst wenn er mit Breinig die Hallencup-Endrunde erreicht, wird auch er nicht mit von der Partie sein. „Es geht am Freitagabend noch ab in den Skiurlaub mit der Familie.“

Dann stellt sich auch heraus, welcher Wilden auf den Brettern besser ist. „Das wird wirklich spannend. Wir probieren es nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder“, lachen die beiden Brüder.

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