Gründerpreis: Gymnasiasten aus Würselen räumen ab

Von: Martina Stöhr
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„Deutschland braucht Gründer“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen, Nobert Laufs. Bei der Siegerehrung des Deutschen Gründerpreises für Schüler in Stadt und Städteregion zeichnet er jede Menge gute Ideen aus. Foto: Harald Krömer

Aachen/Würselen. Die zündende Idee kam Martin Grafen im Gespräch mit seinem Onkel. Der Landwirt erzählte von seinen Problemen beim Düngen des Getreides. Viermal müsse er ausfahren, um die Pflanzen je nach Wachstumsstand zu düngen. „Das geht doch vielleicht auch anders“, dachte der Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums in Würselen.

So entwickelte er gemeinsam mit Mitschülern die Idee eines neuartigen Düngemittels für die Landwirtschaft. Der Clou dabei: Mehrere Arbeitsgänge werden zu einem zusammengefasst. Das neue Düngemittel gibt die jeweils benötigten Substanzen nach und nach ab.

Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler kam diese Idee ganz besonders gut an. Das Team „Graintech“ vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen belegte damit den ersten Platz in der Städteregion Aachen und hat es sogar unter die zehn Besten auf Bundesebene geschafft. Welchen Platz die Schüler dort belegen werden, wird sich am 23. Juni bei der Bundessiegerehrung in Hamburg entscheiden.

Bescheidene Sieger

Die Sieger der Städteregion geben sich bescheiden. Sie freuen sich riesig, unter den ersten zehn zu sein, ganz unabhängig davon, welche Platzierung dabei letztendlich herauskommt. Ihre Idee von der „Düngekugel“, die verschiedene Düngemittel in sich vereint, halten sie durchaus für machbar. Auflösbare Membranen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten auflösen, sollen die Düngemittel voneinander trennen und dafür sorgen, dass jedes Mittel zu seiner Zeit freigesetzt wird.

Gelernt haben die Schüler nach eigenen Angaben dabei jede Menge: „Der Wettbewerb hat uns Perspektiven für die Zukunft gegeben“, meint beispielsweise Martin Grafen. Jeder der Schüler im Team hat eine bestimmte Aufgabe, ganz wie in einem richtigen Unternehmen. So kümmerte sich Peter Pütz um die Forschung, Jessica Lange übernahm die Vertriebsleitung und Martin Grafen ist unter anderem einer der Geschäftsführer. Und auch Stephan Hoppe, Tobias Schmitz und Jeremias Wagner hatten ihre jeweiligen Aufgabenbereiche.

Bei der Siegerehrung der Sparkasse wurden jetzt in Aachen die besten Teams der Städteregion ausgezeichnet. Das Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen schnitt dabei wieder ganz besonders gut ab: Unter den Teams der ersten fünf Plätze war das Heilig-Geist-Gymnasium viermal vertreten. Auf Platz zwei kam das Aachener Pius-Gymnasium.

Unter dem Motto „Zukunft braucht Recycling und keinen Elektroschrott“ stellten die Schüler ihre Idee von einem neuen Laserverfahren vor, mit denen wertvolle Metalle aus alten Handys und Laptops problemlos herausgelöst werden können. Auch diese Idee hat die Jury offensichtlich überzeugt. Gemeinsam mit dem Team aus Würselen werden die Pius-Gymnasiasten am Montag, 13. Juni, zur Verbandssiegerehrung nach Düsseldorf fahren. Platz drei belegte das Team „Wireless Power UG“ vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen. Die Geschäftsidee der Schüler ist ein Induktionsstab, mit dem sich Handys kabellos aufladen lassen.

Die ersten fünf Teams bekamen bei der Siegerehrung die Chance, ihre Ideen vorzustellen. „Ihr habt das souverän gemacht“, lobte Norbert Laufs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, die Präsentationen der Schüler. Aus seiner Hand erhielten die Teams auch ihre Urkunden und Geldpreise. „Deutschland braucht Gründer“, meinte Norbert Laufs und ermunterte die Schüler, auch andere für den Wettbewerb zu begeistern.

Ausgelobt wird der Gründerpreis vom Magazin „Stern“, den Sparkassen, ZDF und Porsche. Mit im Boot sind auch zahlreiche Partner und Unterstützer, die den Schülern bei der Konzeptentwicklung ihrer Ideen helfen. Seit dem Beginn des Spiels haben rund 70 000 Schüler daran teilgenommen. Die in diesem Jahr nominierten elf Teams der Städteregion haben laut Laufs alle hervorragende Arbeit geleistet.

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