Aachen - Geldsorgen zum Trotz: Der Tivoli singt

Geldsorgen zum Trotz: Der Tivoli singt

Von: Nina Krüsmann
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Erhebliche Finanzierungsprobleme überschatteten in diesem Jahr die Vorbereitungen für das Weihnachtssingen im Tivoli: Nun herrscht aber vor allem Vorfreude bei den Organisatoren. Am Sonntag, 20. Dezember, heißt es: „Alle Jahre wieder singen Öcher Weihnachtslieder“. Foto. Michael Jaspers

Aachen. „Alle Jahre wieder singen Öcher Weihnachtslieder“: Die wichtigste Botschaft setzten die Veranstalter gleich an den Beginn: Das Weihnachtssingen im Tivoli findet auch in diesem Jahr statt.

Erst in letzter Minute vor der Vorstellung des Programms am Schauplatz Tivoli hatte Gerd Mertens vom Büro der Regionaldekane im Bistum Aachen und als Vertreter vom Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam mit der Alemannia Fan-IG den Entschluss gefasst.

„Erhebliche Finanzierungsprobleme drücken uns in diesem Jahr, es klafft derzeit noch eine Lücke von 20.000 Euro, um die Gesamtkosten von rund 70.000 Euro zu stemmen“, stellt Mertens fest. Die Technik, aber auch die hohen Sicherheitsauflagen kosten viel Geld. Aber an dem bewährten Konzept des freien Eintritts möchte der ACK unbedingt festhalten. Alle Bürger sollen die Möglichkeit zu einem Besuch haben, egal wie groß der Geldbeutel ist.

Businessbereich: neue Angebote

Drei Hauptsponsoren machen das möglich, aber auch Bürger, die Spenden per SMS übermitteln oder eine VIP-Lounge im Stadion mieten. Neu in diesem Jahr ist nämlich die Möglichkeit, im Familien- und Freundeskreis oder für die Firma im Rahmen des Weihnachtssingens eine kleine Feier auszurichten. 30 Logen für bis zu zwölf Personen stehen zur Verfügung und können beim Businessbereich-Betreiber Eurogress angemietet werden, wie Yvonne Bongard, Projektleiterin im Eurogress Aachen erklärt. Vom Kaffee bis zum Abendessen sei dann für alles gesorgt.

Pfarrer Siegmar Müller vom ACK hat die Veranstaltung aus der Taufe gehoben, übernimmt in diesem Jahr zum dritten Mal die Hauptorganisation. „Wir halten an Bewährtem fest, auch wenn es ein paar Neuigkeiten gibt. Unser Anliegen ist stets, die zentrale Weihnachtsbotschaft, dass Gott uns beschenkt und einer von uns geworden ist, zu vermitteln. Denn die christlichen Weihnachtslieder besingen das und sind ein wertvolles Stück Brauchtum, das wir pflegen müssen“, betonte Müller.

Thomas Wenge von der Fan-IG schätzt das Singen als ein Angebot, um die Fans zu mobilisieren und friedlich miteinander zu feiern, was beim Fußball nicht immer funktioniert. „Diese Veranstaltung bringt Menschen zusammen und verbindet sie“, betont er.

Ob christliche Weihnachtslieder, deutsche Volkslieder oder Alemannia-Fangesänge: Die Freude der Menschen am Singen und ein in das Licht von tausenden Kerzen gehülltes Stadion sollen auch bei der dritten Auflage erneut für große Emotionen sorgen. Mit dabei sind im Hauptprogramm zwischen 18 und 19.30 Uhr ein Gospelchor, der Jugendchor und die Instrumentalgruppe „Pius Celebration“ vom Bischöflichen Pius Gymnasium Aachen unter der Leitung von Rodrigo Bartsch mit diesmal 50 Personen, der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen und Jupp Ebert mit seinen bekannten Alemannia-Liedern.

Neu dabei sind der Instrumentalverein Richterich und die Trommler der Öcher Legion, die Fangesänge anstimmen möchten und damit die Fußballfans erreichen werden. Moderator des Weihnachtssingens ist erneut Stadionsprecher Robert Moonen. Und natürlich wird auch wieder die Weihnachtsgeschichte vorgelesen.

Das diesjährige Motto „Alle Jahre wieder singen Öcher Weihnachtslieder“ haben sich Studierende vom Fachbereich Gestaltung an der Fachhochschule Aachen mit Professor Christoph Scheller ausgedacht. Dazu gibt es schmucke Plakate mit einem Fußball als Weihnachtskugel. Diese „Fußballweihnachtskugel“ ist ein Hingucker.

Viele Flüchtlinge sind dabei

Nach zuletzt 12.000 Besuchern rechnen die Veranstalter diesmal mit bis zu 18.000 Gästen, die Gänsehautatmosphäre und ein beeindruckendes Lichtermeer auf dem Tivoli erleben wollen. Auch viele der aktuell in Aachen untergebrachten Flüchtlinge wollen dabei sein. 100 ehrenamtlichen Akteure helfen dabei. Die West-, Nord- und Südtribüne werden geöffnet.

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