Geisterfahrer verfolgt: Auto überschlägt sich vor Polizeiwache

Von: red/pol
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Nach einer spektakülären Verfolgungsjagd sucht die Aachener Kriminalpolizei nach dem Mann, der ebenfalls im Fluchtwagen gesessen hatte. Symbolfoto: Polizei

Aachen/ Eschweiler/Herzogenrath. Ein Verfolgungsjagd quer durch Aachen bis nach Eschweiler hat die Bundespolizei am frühen Mittwochmorgen in Atem gehalten. An der Rue de Wattrelos fand das spektakuäre Katz-und-Maus-Spiel schließlich ein abruptes Ende, als der Fahrer des Fluchtwagens die Kontrolle über sein Auto verlor - der Wagen überschlug sich ausgerechnet vor einer Polizeiwache.

Nach Angaben der Bundespolizei Aachen fiel den Beamten der Wagen mit belgischem Kennzeichen zum ersten Mal gegen 3 Uhr am Mittwochmorgen am ehemaligen Grenzübergang Aachen-Vetschau auf, als er gerade über die niederländische Grenze auf die Autobahn 4 fuhr.

Als der Fahrer an der Ausfahrt Aachen-Laurensberg die Polizeistreife bemerkte, beschleunigte er, um die Beamten abzuhängen. Ihre Fahrt setzten die beiden Männer dann auf der Kohlscheider Straße nach Herzogenrath fort - jedoch auf der falschen Seite als Geisterfahrer. Die Polizeibeamten blieben trotz der gefährlichen Situation am Ball und verfolgten die Flüchtigen weiter. Die wiederum wendeten kurz darauf, streiften dabei den Einsatzwagen und setzten ihr Fahrt wieder in Richtung der A4 fort. Die Jagd ging schließlich auf der Autobahn weiter - bis zur Abfahrt Eschweiler-West.

An der Rue de Wattrelos war sie dann zunächst zu Ende, als die Männer im Fluchtwagen über eine rote Ampel fuhren und - kurz vor der Wache der Bundespolizei - mit ihrem Auto ins Schleudern gerieten. Der Wagen überschlug sich.

Doch auch jetzt gaben sich die Beiden nicht geschlagen. Einer kroch schon kurz nach dem Stillstand des Autos aus dem Wagen und taumelte die anliegende Böschung hinunter. Die Beamten konnten ihn festnehmen. Anschließend verlor er das Bewusstsein und musste bis zum Eintreffen eines Notarztes von den Polizisten versorgt werden.

Bei seiner Aussage gab der Verletzte an, dass sich eine weitere Person im Wagen befunden habe. Daraufhin veranlassten die Beamten eine sofortige Fahndung nach dem Geflohenen mit Polizeihubschrauber und Hundestaffel nach dem Geflohenen, die jedoch erfolglos blieb. Die Polizei geht daher davon aus, dass der unbekannte Zweite immer noch auf freiem Fuß ist.

Der Unfallwagen wurde schließlich von der Eschweiler Feuerwehr abgeschleppt. Vermutlich handelte es sich um einen Leasing- oder Mietwagen mit einem nicht zugelassenen Kennzeichen.

Die Aachener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht jetzt nach dem geflohenen Insassen. Hinweise nehmen die Beamten unter Telefon 0800/6888000 entgegen.

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