Für Monschau reicht es nicht, idyllisch zu sein

Von: Laura Kingston
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Reicht es, lediglich malerisch zu sein (Im Bild das Rote Haus in Monschau)? Kriselt es in der Idylle? Beim „Forum Eifel 2013“ geht es um modernen Tourismus und die Belange der Bewohner. Foto: Peter Stollenwerk

Städteregion/Monschau. Kriselt es in der Idylle? Ein Masterplan muss her, um die grünen Berghänge, die malerischen Seen und schönen Städtchen der Eifel wiederzubeleben. Und das nicht nur für Touristen, sondern auch für Anwohner des ländlichen Gebiets. Genau darum geht es beim „Forum Eifel 2013“, das sich am Freitag, 20. September, im Himo, dem Handwerker-Innovationszentrum Monschau am Handwerkerzentrum 1, zusammenfindet.

Ab 17 Uhr werden sich die Talkgäste und Redner des Abends bei der öffentlichen Veranstaltung über eine „nachhaltige Tourismus-Wirtschaft“ unterhalten und sich gemeinsam fragen, ob es für die Eifel „reicht, malerisch zu sein“?

Die klare Antwort auf diese Frage von Fritz Rötting, Geschäftsführer der IHK Aachen: „Nein!“ Zur Zeit gehe der Trend im Tourismus in der Eifel immer stärker zum Kurzurlaub. Damit stehe er „im direkten Wettbewerb mit Städtereisen“, die immer beliebter würden. Um mithalten zu können, müsse sich die Region um Monschau etwas einfallen lassen, um wieder attraktiver zu werden. Was genau das sein könnte, wird im Himo unter dem Programmpunkt „Stärkungspakt Stadtfinanzen: Was ist im Eifel-Tourismus gewollt und was ist noch möglich?“ besprochen. Rötting wird dabei einer der Gesprächspartner der Runde sein.

Politik spielt große Rolle

Und auch die Politik wird bei der Sitzung eine große Rolle spielen: Die Frage, welche Schwerpunkte die Kommunalpolitik im ländlichen Raum setzen muss, wird vielleicht Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau, beantworten können. Sie schließt sich, ebenso wie Wolfgang Heu-schmid, Bürgermeister a.D., den Diskussionen an.

Demografischer Wandel

Ein Thema, das auf Bundesebene relevant wie nie ist, betrifft auch die Region der Eifel: der demografische Wandel. Die Frage, ob kommunale Infrastrukturen für die ansässige Bevölkerung auf Dauer aufrechterhalten werden können, wird ebenfalls Gesprächsstoff bieten.

Was bei allen Gesprächsthemen eine Rolle spielt, sind die Finanzen. Vor allen Dingen werden die Investitionen in den Tourismus diskutiert. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob der Tourismus eine freiwillige Leistung oder der „Motor der ländlichen Wirtschaftsförderung“ sein sollte.

Zum Forum Eifel 2013 hat der Veranstalter, Leiter des Himo Björn Schmitz, renommierte Fachleute aus den Bereichen Tourismus, Wirtschaft und Politik eingeladen: Isabell Weykmans, Ministerin für Kultur, Medien und Tourismus der Deutschsprachigen Gemeindschaft Belgiens, wird die Tourismusbranche vertreten. An ihrer Seite sitzt die Geschäftsführerin des Vereins „Tourismus NRW“, Dr. Heike Döll-König. Stellvertretend für die Wirtschaft der Region Monschau wird Werner Krickel, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen, an der Diskussion teilnehmen. Auch Hans-Benno Kaulard wird die örtliche Wirtschaft als Eifeler Unternehmer repräsentieren. An der Seite von IHK-Geschäftsführer Rötting wird Joachim Diehl, der Abteilungsleiter Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft der Bezirksregierung Köln, Platz nehmen.

Von Investitionen profitieren

Gemeinsam werden die Akteure des Forums versuchen, „den Spagat zwischen der Daseinsfürsorge der Bewohner und dem Tourismus“ zu schaffen, wie Schmitz erklärt. Er vermute jedoch, dass „alle von den Investitionen in den Tourismus profitieren“. Ob das auch die anderen Gesprächspartner finden, wird das „Forum Eifel 2013“ zeigen. Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Esser, Redakteur unserer Zeitung.

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