Fünfter Dreiländermarkt steht im Zeichen der Städteregion

Von: Jan Mönch
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Jutta Geese, Redakteurin unserer Zeitung, hat beim Dreiländermarkt vier neue Kommunalchefs am Mikrofon: Marcel Philipp (Aachen), Arno Nelles (Würselen), Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) und Helmut Etschenberg (Städteregion, von links) stehen ihr zur Zukunft der Städteregion Rede und Antwort. Foto: Ralf Roeger

Aachen. An Erklärungen dafür, warum es mitnichten ein Selbstläufer ist, die Städteregion Aachen für ihre Bewohner interessant zu machen, haben sich schon viele versucht.

Eine schöne und zutreffende Formulierung stammte am Sonntag von Till Schüler: „Die Städteregion ist ja zunächst mal nur ein Verwaltungskonstrukt, mit dem Kosten gespart und Kompetenzen gebündelt werden sollen.”

Der Diplom-Betriebswirt ist Organisator des fünften Dreiländermarktes, mit dem die Städteregion an Tag fünf ihres Bestehens im Kapuziner-Karree gefeiert wurde. Die Maßgabe für Till Schüler war somit klar: „Den sperrigen Begriff muss man in die Köpfe kriegen. Mit dem Dreiländermarkt soll gezeigt werde, wie die Städteregion in der Praxis aussieht.”

Mission geglückt - zumindest soweit man mit den Möglichkeiten eines Ausflugsziels für die ganze Familie kommen kann. Ein solches nämlich war das Kapuziner Karree am Sonntag den lieben, langen Sonntag über, und es herrschte ein reges Kommen und Gehen. Und zwischen dem Kommen und dem Gehen konnte man nicht nur viel darüber lernen, wie die Städteregion aussieht. Die Gäste auf der Bühne sowie die zahlreichen Aussteller drumherum präsentierten die Beschaffenheit der Städteregion in ihrer ganzen Vielfalt.

Und zunächst mal ist der Zusammenschluss aus Stadt und Kreis Aachen jung und wissbegierig. Und klug genug, um zu wissen, dass man von denen lernen muss, die Erfahrung haben in kommunenübergreifender oder sogar grenzüberschreitender Zusammenarbeit: So ließen sich Hans Niessen von der Euregio Maas-Rhein und Arthur Hansen von Regio Aachen ebenso von Jutta Geese, Redakteurin unserer Zeitung, interviewen wie Peter Bertholet von der Parkstad Limburg und Henk Vos von der Euregionale Agentur.

Um die Euregionale zu feiern, mancher wird sich erinnern, war der Dreiländermarkt einst auf dem Katschhof ins Leben gerufen worden. Zum Abschluss der Euregionale wurde er der Städteregion nun gewissermaßen „übertragen”. Dennoch zählten auch Euregionale-Projekte wie die Grünmetropole und das Alsdorfer Energeticon zu den Ausstellern. Schließlich sind die zehn Kommunen der Städteregion vielerorts bereichert worden durch das trinationale Strukturförderprogramm namens Euregionale.

Manchmal ist die Städteregion jedoch auch mittelgroß, dunkel gekleidet und neu im Amt. Jedenfalls in Person der Politiker, die sich auf der Zeltbühne den Fragen von Jutta Geese stellten. Gut, auf Aachens OB Marcel Philipp - ausgestattet mit staatlicher Körperlänge und hellem Anzug - traf nur das letzte der drei Attribute zu. Nichtsdestotrotz zeigte der 38-Jährige sich mit Arno Nelles, dem neuen Bürgermeister von Würselen, Karl-Heinz Hermanns, dem neuen Bürgermeister von Simmerath, sowie dem neuen Städteregionsrat Helmut Etschenberg ganz auf einer Linie, was die Zukunft der Städteregion angeht.

Bekenntnis zu Region

„Das Bekenntnis zur Region ist wichtig”, fand Christdemokrat Philipp. Hierfür gelte es, „eine gute persönliche Zusammenarbeit” anzustreben. „Die Parteizugehörigkeit muss dafür ins zweite oder dritte Glied zurücktreten”, forderte auch Parteifreund Karl-Heinz Hermanns. Und wie zur Bestätigung stellte Sozialdemokrat Arno Nelles fest: „Auch wenn jeder an die Interessen seiner eigenen Kommune denken muss, scheint die Chemie zwischen den Bürgermeistern zu stimmen.”

Wenn das so stimmt, dann ist die Städteregion sicherlich nicht nur jung und wissbegierig, sondern auch zukunftsfähig.
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