Städteregion - FDP Aachen-Land geht optimistisch ins Wahljahr 2017

FDP Aachen-Land geht optimistisch ins Wahljahr 2017

Von: Nadine Tocay
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Einigkeit: Frank Schniske (l.) wird für die FDP bei der Bundestagswahl antreten, Anke Göbbels und Dr. Werner Pfeil für den Landtag. Foto: N. Tocay

Städteregion. Bei der Kreiswahlversammlung in der Alsdorfer Stadthalle hat der FDP-Kreisverband Aachen-Land nicht nur seine beiden Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 aufgestellt, sondern zudem ihren Vertreter bei der Bundestagswahl im September nominiert. Rechtsanwalt Dr. Werner Pfeil (50), zugleich auch Vorsitzender des Kreisverbandes, wird im Wahlkreis Aachen III ins Rennen gehen.

Er erhielt 27 der 29 abgegebenen Stimmen. Die 33-jährige Anke Göbbels (26/29) tritt im Wahlkreis Aachen IV an. Für die Bundestagswahl setzt der Kreisverband auf den 42-jährigen Frank Schniske, der im Wahlkreis Aachen II (Wahlkreis 88) antreten wird. Er erhielt das selbe Abstimmungsergebnis wie der Kreisvorsitzende

In einer Rede stellte Pfeil die Ziele der Partei vor. Vor allem den Themenkomplex „Bildung“ hob er hervor. Den herrschenden Lehrermangel kritisierte er scharf: „Viel Unterricht fällt deswegen aus. Die Bundesländer werben untereinander Lehrer ab. Das funktioniert so nicht mehr. Das muss geändert werden!“ Auch die Fortbildung der vorhandenen Lehrkräfte ließe zu wünschen übrig. Dabei sei eine fundierte, schulische Grundausbildung existenziell. „Fehler der Regierung müssen hier korrigiert werden“, betonte Pfeil.

Anke Göbbels kritisierte ebenfalls die Bildungspolitik von Bund und Land. „Fachfremden Unterricht“ sehe sie als großes Problem an Schulen. „Gerade in Zeiten, in denen Bildung so wichtig ist, in denen rechtsradikales Denken vermehrt stattfindet, gibt es kaum noch guten Geschichts- und Politikunterricht.“ Hier seien qualifizierte Lehrer nötig, Lehrer, die nicht unter Überarbeitung litten. Darüber hinaus will die FDP bei der Entwicklung eines Konzepts für den Ausbau der Infrastruktur ansetzen. Durch eine bessere Planung künftiger Baustellen sollten so Staus auf Autobahnen minimiert werden.

Derweil bezeichnete Frank Schniske die Kandidatur bei der Bundestagswahl als „sportlichen Wettbewerb“ für die FDP. „CDU und CSU halten kaum noch zusammen, die Linkspartei und die Grünen sind ideologisch festgefahren“, sagte er. Das Resultat sei die AfD als Opposition. Die aber biete keine Alternative. Im Gegensatz zur FDP: „Es ist nötig, wieder eine liberale Stimme in den Bundestag zu bringen!“

In seiner Rede sprach der Würselener außerdem die „Angst als typisch deutsches Phänomen“ an – vor allem was das Thema Freihandelsabkommen betreffe. „Viele Menschen sind gegen TTIP und Ceta. Dabei sind Freihandelsabkommen grundlegend für wirtschaftlichen Wohlstand“, erklärte Frank Schniske. Man müsse nicht nur Deutschland als einzelne Nation sehen, sondern den europäischen Gedanken wieder in den Vordergrund setzen. „Das schaffen wir nur, wenn alle zusammenarbeiten. Jeder muss mithelfen, damit wir unsere Ziele erreichen“, gab er den Parteimitgliedern mit auf den Weg.

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